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Lokales Verein pocht auf barockes Vorbild
Dresden Lokales Verein pocht auf barockes Vorbild
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19:32 06.04.2018
So könnte nach Vorstellungen der Gesellschaft Historischer Neumarkt die Bebauung des Bereichs zwischen Blockhaus und Hotel Bellevue künftig aussehen. Quelle: GHND/Arte4D
Dresden

 Wenige Wochen vor dem Start des Wettbewerbs zur künftigen Gestaltung des Neustädter Marktes und des Königsufers hat die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden jetzt noch einmal ihre Erwartungen formuliert. Der Verein fordert eine Bebauung streng nach dem historischen Vorbild, drängt darauf, frühere Strukturen des Areals rund um den Neustädter Markt wieder aufzugreifen. Dabei gehe es auch darum, Besonderheiten des Dresdner Bürgerhauses des 18. Jahrhunderts wieder aufzugreifen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Demnach hätten die Gebäude, von denen einige noch immer im Viertel um die Königstraße und die Hauptstraße erhalten sind, aus einem Vorderhaus, einem Hof mit Seitenflügeln und einem Hinterhaus bestanden – stets errichtet mit einem Sattel- oder Mansardendach. Im Bereich am Königsufer habe das Hinterhaus zudem die Funktion eines Vorderhauses gehabt, die in der Blickachse der Brühlschen Terrasse gestanden hätten. Zugleich sei es wichtig, dass beim Königsufer links und rechts des Blockhauses auf die ehemalige und auch noch heute vorhandene Parzellierung der Grundstücke zurückgegriffen werde, damit die Gebäude nicht zu wuchtig wirken, fordert die Gesellschaft.

Die Innenhöfe waren ein typisches Merkmal der Dresdner Bürgerhäuser im 18. Jahrhundert. Quelle: GHND/Arte4D

„Mit der Wiederaufnahme der ehemaligen Parzellenstruktur ergibt sich auch beim Blick von der Hauptstraße auf das Blockhaus und die Areale links und rechts davon eine gewisse Gleichmäßig- und Einheitlichkeit, die die Großartigkeit des Platzes ausmacht“, schreibt die Interessengruppe. Diese habe von der Hauptstraße kommend auch darin bestanden, dass der Platz mit seiner kleingliedrigen Struktur sich am Neustädter Markt leicht öffnete, um dann zur Brücke hin führend sich wieder zu verengen und dann erst nach Betreten der Augustusbrücke den Blick auf die Altstädter Seite freizugeben. „Dieses Raumerlebnis“, so glauben die Vereinsmitglieder, „muss ohne seinesgleichen in Dresden gewesen sein und unseren Altvorderen vor der Zerstörung einen Aha-Effekt entlockt haben.“

Die Gesellschaft kündigt an, bei der Bebauung des Abschnitts zwischen dem Blockhaus und dem Hotel Bellevue in jedem Fall auf die historischen Vorbilder bestehen zu wollen. Ähnlich wie bereits in der Debatte um das Narrenhäusel fordern die Vereinsmitglieder eine Rekonstruktion der Fassaden und auch der Hauptgrundrissstrukturen der einst dort befindlichen vier Gebäude. Der Verein sei bereit, den Eigentümer der Flächen bei der Wiedererrichtung zu unterstützen oder ihm Grundstückskäufer, die eine Rekonstruktion anstreben, zu vermitteln. Aus Sicht der Gesellschaft Historischer Neumarkt hatte der Straßenzug Große Meißner Straße mit seinen hochbedeutenden Barockhäusern die selbe Wertigkeit wie die Barockhäuser an der Rampischen Straße am Neumarkt.

Die Stadt will den Wettbewerb im Mai europaweit ausschreiben. Bereits in der Vorbereitung hatten die Dresdner die Möglichkeit, mitzureden, Ideen und Wünsche vorzutragen. Eine Möglichkeit, die es auch während des Wettbewerbs geben soll. Eine abschließende Entscheidung über den Ausgang des Wettbewerbs könnte es Anfang des kommenden Jahres geben. Die Ideen sollen dann in die Gestaltung des Neustädter Marktes mit einbezogen werden.

Von DNN

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