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Lokales Verdi droht mit weiteren Kita-Streiks - Sozialbürgermeister Seidel zeigt wenig Verständnis für harte Linie
Dresden Lokales Verdi droht mit weiteren Kita-Streiks - Sozialbürgermeister Seidel zeigt wenig Verständnis für harte Linie
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20:36 09.09.2015
Die Streikkundgebung am Montag vor dem Dresdner Volkshaus. Quelle: Dominik Brüggemann
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Diese teilte die Stadt Dresden am Nachmittag mit. Weitere 92 Kitas seien nicht oder nur geringfügig vom Streik betroffen worden, so die Stadtverwaltung. Nach eigenen Angaben betreibe die Stadt rund 40 Prozent der Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet, weitere 60 Prozent werden von freien Trägern der Jugendhilfe betrieben.

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) Quelle: Archiv
Laut Stadtverwaltung hatte der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen vorgeschlagen, insgesamt zehn betroffene Häuser als Notfallkitas einzurichten, die Gewerkschaft Verdi habe dies jedoch bereits am Freitag abgelehnt. Martin Seidel, Bürgermeister für Soziales (parteilos), sagte: „Das Streikrecht ist ein verfassungsrechtlich hohes Gut. Es wird deshalb von der Stadt selbstverständlich respektiert. Für die kompromisslose Linie von Verdi und GEW habe ich aber wenig Verständnis.“ Er hoffe, dass die Gewerkschaften den guten Gesprächsfaden der letzten Tarifrunde wieder aufnehmen.
Die Streikkundgebung am Montag vor dem Dresdner Volkshaus. Quelle: Dominik Brüggemann
Bei der Kundgebung von rund 1400 Streikenden am Montagmorgen vor dem Dresdner Volkshaus gab sich Verdi-Sprecher Frank Fischer kämpferisch. Verdi und die Streikenden kündigten einen langen Atem bei den Verhandlungen an. Entsprechend sei die Gewerkschaft bereit, ein zweites und drittes Mal auf die Straße zu gehen und gegebenenfalls erneut zu streiken.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Erzieher aktuell eine Anhebung der Entgelte in Höhe von 100 Euro sowie zusätzliche ein Plus von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber legten in der ersten Runde kein Angebot vor.

dbr

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