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Lokales Verbraucherzentrale in Dresden will 2015 auf komplexere Themen eingehen
Dresden Lokales Verbraucherzentrale in Dresden will 2015 auf komplexere Themen eingehen
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17:29 09.09.2015
Zahlreiche Dresdner suchten auch 2014 Rat bei der Verbraucherzentrale. Quelle: dpa

Die Beratungen bezogen sich auf die Themenbereiche Telekommunikation und Medien, Finanzdienstleistungen, Ernährung, Energieberatung, Verbraucherrecht sowie Bauen und Wohnen.

„Sehr häufig kamen vor allem ältere Menschen zu uns, die Anrufe oder Schreiben von einem Inkassobüro oder Rechtsanwälten bekommen haben, die unberechtigt Geld forderten“, erklärt die langjährige Leiterin. Dabei empfehle sie den Betroffenen immer hart zu bleiben und nicht zu zahlen. „Überweist der Verbraucher einmal Geld, ist es in der Regel weg.“

Zusätzlich habe die Verbraucherzentrale im Jahr 2014 zahlreiche Abmahnungen geprüft, bei denen es um Urheberrechtsprobleme ging. „Viele laden Musik, Filme oder Videospiele illegal herunter. Irgendwann kommt eben eine Abmahnung“, so Döhnert. Desweiteren sei im vergangenen Jahr auch das Thema Ernährung für die Verbraucher sehr wichtig gewesen. So informierten sie sich über Nahrungsergänzungsmittel, wie man gezielt abnehmen kann und was die jeweiligen Lebensmittel tatsächlich enthalten.

Nach 18 Jahren als Leiterin der Verbraucherzentrale in Dresden geht Regina Döhnert übrigens ab Februar in den Ruhestand. Den Staffelstab hat sie am Mittwoch offiziell an Robert Hoyer übergeben. Der 39-jährige gelernte Jurist und Vater dreier Kinder wird zukünftig die Geschicke der Verbraucherzentrale leiten.

Für das laufende Jahr möchte Robert Hoyer nach eigenen Angaben intensiver auf die immer komplexer werdenden Probleme der Verbraucher eingehen. „Einfache Dinge recherchiert der Dresdner im Internet. Doch bei Versicherungsthemen, Rechtsproblemen und der Altersvorsorge kommen auch junge Leute gern zu uns“, so der neue Leiter. Ein weiterer Ausblick für das Jahr 2015: Die Verbraucherzentrale feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Wanderausstellung, die im Frühherbst auch nach Dresden kommen soll.

Eine einfache Beratung bei der Verbraucherzentrale kostet übrigens fünf Euro. Eine Fachberatung bereits 15 Euro und eine Spezialberatung bei einem Anwalt o.ä. 30 bis 40 Euro. „Rund 20 Prozent müssen wir selbst erwirtschaften. Die restlichen Gelder werden vom Land oder den Kommunen beigesteuert“, berichtet Döhnert. Und seitdem die Stadt Dresden ihre Zuschüsse gestrichen hat, muss das Beratungszentrum jährlich 25 600 Euro zusätzlich einnehmen.

Nadine Steinmann

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