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Lokales Verbesserungen am Ullersdorfer Platz nicht vor 2020
Dresden Lokales Verbesserungen am Ullersdorfer Platz nicht vor 2020
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08:36 30.10.2017
Auf dem Ullersdorfer Platz drängeln sich Autos, Straßenbahnen und Busse seit Jahren auf recht engem Raum aneinander vorbei.  Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
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Dresden

Der Besucheransturm zur Informationsveranstaltung „Wie rollt es besser am Ullersdorfer Platz?“ verdeutlichte genau das angesprochene Problem: Zu wenig Platz für zu viele Menschen. Das Interesse war so groß, dass neben den knapp 100 sitzenden Gästen etwa 45 Menschen am Ausgang der Aula des Gymnasiums Bühlau stehend zuhörten, wie das Stadtplanungsamt und die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) erste Ergebnisse einer „verkehrsräumlichen Untersuchung“ vorstellten. Knackpunkt war dabei die prekäre Verkehrssituation auf der B 6 zwischen Grundstraße und Ullersdorfer Platz.

Dort verkehren täglich etwa 30.000 Kraftfahrzeuge. Auch dient der Platz als Zwischenstation und Endpunkt für acht Busse und die Straßenbahnlinie 11. Die Verkehrsbelastung ist hoch. Aber es fehlen moderne Wartehäuser, Radwege und Ampelanlagen. „Es gibt fast kein Verkehrsproblem, das am Ullersdorfer Platz nicht auftritt“, schätzte DVB-Verkehrsplaner Andreas Hoppe ein.

Verwaltung hat zwei Varianten in Petto

2016 begann die Stadtverwaltung deshalb mit einer Voruntersuchung, wie der Platz neu gestaltet werden kann. In das Papier flossen städtebauliche, denkmalpflegerische und Umwelt-Gesichtspunkte ein. Die nun vorgestellte „Variante B“ sieht eine „Park + Ride“-Fläche vor, auf der etwa 165 Autos parken können. Auch wollen die DVB die Schleifenfahrten der Straßenbahnen vermindern: Nur noch Linien, die am Ullersdorfer Platz tatsächlich enden, sollen in Zukunft die Wendeschleife nutzen dürfen. Auch schlagen die Planer barrierefreie Haltestellen vor. Dazu sollen kurze Umsteigewege ohne Straßenquerung geschaffen werden. Dazu wollen die DVB-Planer Straßenbahn- und Buslinien in Richtung der Rossendorfer Straße verlegen.

Diese Umbauten könnten jedoch frühestens ab 2020 realisiert werden, teilte Daniela Walter, CDU-Stadträtin und Ortsvorsteherin von Schönfeld-Weißig, dem enttäuschten Publikum mit. Zudem kündigten die Planer an, dass für dieses Konzept Gründstückseingriffe nötig sind.

Verärgerung über lange Wartezeit

Das Publikum reagierte sichtbar erzürnt und konfrontierte das Stadtplanungsamt mit seinem Ärger. Es sei für die Anwohner unverständlich, warum die Stadt so lange zur Umsetzung der teilweise Jahre alten Pläne benötige. „Die Verwaltung sucht wieder einmal Wege zu erklären, warum etwas nicht geht, anstatt Wege zu finden, wie es gehen könnte – und so müssen wir uns weiter mit der schlechten Situation vor Ort arrangieren“, meint auch Gunter Thiele, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die vorgeschriebenen Planfeststellungsverfahren würden jedoch Jahre dauern und müssten vom Stadtrat und Bund genehmigt werden.

Als nächstes debattieren der Ortschaftsrat Weißig am 13. und der Ortsbeirat Loschwitz am 15. November über die Umbau-Pläne.

Von Katharina Jakob

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