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Lokales Vandalismus: Künstler baut Figurengruppe am Königsufer wieder ab
Dresden Lokales Vandalismus: Künstler baut Figurengruppe am Königsufer wieder ab
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09:54 21.08.2017
Thomas Reichstein baute mit Hilfe von Musiker Roger Tietke (r.) seine Figuren am Königsufer wieder ab.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Wegen Vandalismus und Diebstahl hat der Dresdner Künstler Thomas Reichstein seine mannshohen Plastiken im Flussbett am Königsufer am Sonntagabend wieder abgebaut. Am Vormittag wurde er darüber informiert, dass der „Schamane“ aus Aluminium abgebrochen und entwendet wurde. „Es ist nur noch ein kleiner Rest von der Figur übrig“, berichtete Reichstein enttäuscht. Damit die drei anderen Skulpturen – ein Paar, „Eva à la Cranach“ sowie eine, die Flora und Fauna symbolisiert, – nicht das gleiche Schicksal erleiden, baute er sie ab, lud sie auf einen Transporter und brachte sie in sein Atelier zurück. Aufgestellt hatte Reichstein die Figurengruppe erst am vergangenen Mittwoch neben der Augustusbrücke. Ursprünglich sollten die vier Plastiken bis zum 2. Oktober an der Elbe stehen.

Der Dresdner Künstler Thomas Reichstein hat am Mittwoch vier Skulpturen in die Elbe gestellt – zumindest fast: Die mannshohen Plastiken aus Aluminium stehen im trockenen Teil des Flussbettes am Königsufer, direkt an der Augustusbrücke.

Mit seinen Figuren möchte der Künstler die Beziehung von Mensch und Fluss thematisieren. Ironie der Geschichte: der „Schamane“ sollte symbolisch über das Leben an der Elbe wachen. Nur leider wachte in der Nacht keiner über ihn und er wurde gestohlen.

Als Standort für seine Figuren hatte Reichstein das getrocknete Flussbett der Elbe am Königsufer gewählt. Als er die Figuren aufstellte, sprach er von einem „spannenden Ort“. Die im Sommer freie Fläche lade ein. Man habe hier einen tollen Blick und sei der Elbe sehr nah. Daher wolle er genau hier „die positiven Energien“ zusammenbringen, so Reichstein. Leider fühlten sich ein oder mehrere Personen mit krimineller Energie auch eingeladen.

Von S.K.

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