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VW hat den Inkubator angeworfen

Sechs Startups brüten in der Gläsernen Manufaktur an neuen Ideen VW hat den Inkubator angeworfen

Im März 2017 hatte Volkswagen auf der Cebit in Hannover angefangen zu trommeln – nun ist die Liste der ersten sechs Startups komplett, die in die Gläserne Manufaktur einzogen, um hier frei von Geldsorgen 200 Tage lang intensiv an ihren Ideen zur automobilen Zukunft zu forschen. Mit zu den ersten Anwärtern gehörten die Dresdner Transportervermieter „Carl und Carla“.

Kreative Köpfe von sechs Teams aus ganz Deutschland werden in den nächsten 200 Tagen in der Gläsernen Manufaktur an ihren Mobilitäts-Konzepten arbeiten. Sie wurden unter 50 zugelassenen Bewerbern für das VW-Inkubator-Programm ausgewählt.

Quelle: Volkswagen

Dresden. Es ist soweit: Nach fast fünfmonatiger Suche hat VW den Inkubator angeworfen und hofft, dass die ausgewählten sechs Startup-Teams in den nächsten sechs Monaten jede Menge guter Ideen rund um die automobile Zukunft ausbrüten. Auf zwei umgebauten Etagen in der Gläsernen Manufaktur werden die Jungunternehmer aus allen Teilen Deutschlands direkt über der Montagelinie für den eGolf tüfteln – ausgestattet mit jeweils 15 000 Euro von Volkswagen und unterstützt von konzerneigenen Mobilitäts- und IT-Experten sowie Fachleuten der HHL Leipzig Graduate School of Management. Auch die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, die das Projekt Ende letzten Jahres maßgeblich mit ins Rollen gebracht hatte, hilft an allen Ecken und Enden.

Profitieren wird auch ein junges Unternehmen aus Dresden: Das ehemalige Startup „Carl und Carla“ der Gründer Bastian Thiere, Stefan Marsch, Gregor Wendt, Martin Wesner und Richard Vetter vermietet Transporter für Umzüge, Einkäufe, Reisen oder Festivals. Begonnen in Sachsen, vermieten die Gründer ihre Kleinbusse mittlerweile auch in Baden-Württemberg und Berlin.

Für das Inkubator-Programm hatten sich die Dresdner bereits im März auf der Cebit in Hannover erfolgreich beworben. Nun möchten sie in den Räumen am Großen Garten ein Konzept des „Corporate Car-Sharing“ entwerfen. Es geht um ein intelligentes Flottenmanagement: Unterschiedliche Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen sollen sich in Zukunft gegenseitig ergänzen können. So ließe sich die Auslastung der Fahrzeuge steigern, und eine Öffnung für Privatnutzer wäre möglich.

Neben der Firma aus Dresden sind die Teams „Geospin“ aus Freiburg, „Smart City System“ aus Nürnberg, „LoyalGo“ aus Dortmund, „Ekoio“ aus Leipzig und „Tretbox“ aus Berlin Teil des Aufbauprogramms. Unter knapp 50 Bewerbungen hat eine Jury die sechs Firmengründer für die Teilnahme am Programm ausgewählt.

Das Spin-off der Smart-City-Forschungsgruppe der Universität Freiburg beispielsweise wertet Nutzerdaten aus und erklärt Kundenverhalten in Abhängigkeit von geografischen Daten. In Dresden wollen die jungen Wissenschaftler anhand von Navigations- und Bewegungsprofilen etwa optimale Standorte für Ladestationen und für Carsharing identifizieren. Autodesigner Murat Günak aus Berlin wiederum möchte mit seinem Startup „Tretbox“ in der Gläsernen Manufaktur den Prototyp eines modernen Elektro-Dreirads mit austauschbaren Containern für Paketlogistiker bauen. Paketzustellung auf den letzten Kilometern innerhalb einer Stadt soll so umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. Die anderen Teams planen zum Beispiel den beschleunigten Ausbau von Ladesäulen oder neue Modelle der Navigation zu freien Parkplätzen.

Die Manufaktur will den Entwicklern mit dem direkten Draht zur aktuellen Autoproduktion eine attraktive Arbeitsumgebung bieten. Sind die Ergebnisse überzeugend, dürfen die Startups ihre Ideen (die auch ihre bleiben und nicht von VW beansprucht werden) in Dresden zur Marktreife entwickeln – unter Umständen bekommen sie einen Vertrag mit Volkswagen.

Nach dem Ende der Phaeton-Produktion im März 2016 hat VW das Ziel ausgegeben, die Gläserne Manufaktur zum Gründerzentrum für Elektromobilität machen zu wollen. Das Inkubatorprogramm ist Teil dieses Projekts. Bereits im Frühjahr 2018 sollen die nächsten Teams in die Manufaktur einziehen, die dann wieder 200 Tage Zeit haben, um ihre Ideen in Praxisnähe zu bringen..

https://www.glaesernemanufaktur.de/

Von Aaron Wörz

Dresden, gläserne manufaktur 51.0449885 13.7561596
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