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Lokales VVO mit Fabeljahr 2016
Dresden Lokales VVO mit Fabeljahr 2016
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10:18 25.07.2017
Der Bahnhof Radebeul-Ost ist einer von 145 Haltepunkten im VVO-Schienennetz.  Quelle: Uwe Hofmann
Landkreise

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) erhöht ab 1. August die Preise. Dabei hat der VVO im vergangenen Jahr 173 Millionen Euro aus Ticketverkäufen eingenommen, wie aus dem Geschäftsbericht 2016 hervorgeht. Das sind sieben Millionen Euro mehr als noch 2015 und damit neuer Rekord. Dennoch sei die erste Tariferhöhung seit November 2015 nötig, heißt es aus dem Verbund von 14 Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs in Dresden, den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz sowie dem westlichen Landkreis Bautzen. Schuld seien gestiegene Kosten für Material und Personal, die nicht vollständig von den niedrigen Kraftstoffpreisen ausgeglichen werden könnten.

Was ändert sich ab 1. August?

„Bei Einzelfahrscheinen und Tageskarten ändert sich nichts“, sagt Peter Kreher, Abteilungsleiter Finanzen und Tarif im VVO. Die Preise der Wochen-, Monats- und Abo-Monatskarten, 9-Uhr- und 9-Uhr-Abo-Monatskarten steigen dagegen. So wird die Abo-Monatskarte für eine Tarifzone um 1,20 Euro erhöht und kostet dann 50,90 Euro. Gleichzeitig entfällt die Bindung von Jahreskarten an das Kalenderjahr. Künftig lässt sich jederzeit ein Ticket für die kommenden zwölf Monate kaufen. Der bisher dafür gewährte Rabatt bei Sofortzahlung entfällt jedoch. Die Preisstufen der Schülergruppen-Tickets werden an die Tageskarten angepasst: Künftig kosten die Tickets für eine Zone 1,10 Euro, für zwei Zonen 2,20 Euro und für den gesamten Verbundraum 3,30 Euro pro Person und Tag. Im Durchschnitt steigen die Preise gemäß dem Beschluss der Zweckverbandsversammlung im November um 1,9 Prozent.

Gibt es eine Übergangsfrist?

Ja. Tickets, deren Preise sich nicht ändern, gelten unverändert weiter. Alle anderen Fahrscheine sind noch bis zum 31. August gültig. Wer also nach der Tarifänderung noch eine Monatskarte zum alten Preis entwertet, kann damit bis Ende August unterwegs sein. Ungenutzte Tickets zum alten Preis können ab 1. August in allen Servicezentren der Verkehrsunternehmen sowie in der VVO-Mobilitätszentrale umgetauscht werden.

Warum werden nur die Zeitkarten teurer?

Sie machen den Löwenanteil der Ticketverkäufe aus. Insgesamt 106,5 Millionen hat der VVO durch Zeitkarten im Normaltarif (77,6 Millionen Euro) und ermäßigte Zeitkarten (28,9 Millionen Euro) verdient. Der VVO spricht in diesem Zusammenhang von Stammkunden-Nutzern. Und deren Zahl steigt kontinuierlich, zuletzt von 88 400 pro Monat im Jahr 2015 auf 94 000 monatlich im vergangenen Jahr.

Wieviele Fahrgäste hat der VVO?

Mit 210 Millionen sogenannten Fahrgastfahrten hat der Verkehrsverbund 2016 einen neuen Rekord verzeichnet – in einem Gebiet, das rund 1,24 Millionen Menschen bewohnen. Die meisten Passagiere sitzen in Bus und Bahn, aber auch die Schmalspurbahnen Weißeritztalbahn (146 217 Fahrgäste) und Lößnitzgrundbahn (252 816), die Kirnitzschtalbahn (201 ­278) und auch die Stadtrundfahrt Meißen (22 401) tragen zum Aufkommen bei. Für die Verkehrsleistung der Schmalspurbahnen zahlte der VVO übrigens rund 4,2 Millionen Euro im Jahr 2016, für den Schienenpersonennahverkehr mit S- und Regionalbahn waren es dagegen rund 108 Millionen Euro.

Wie zufrieden sind die VVO-Kunden?

Ziemlich, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS ergeben hat. Die Gesamtnote 2,44 bedeutete den Spitzenplatz im Kundenbarometer unter den sieben teilnehmenden deutschen Verkehrsverbünden. Punkten kann der VVO vor allem in Sachen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit (2,46 VVO ohne Dresden; 2,47 Dresden), Schnelligkeit der Beförderung (2,33; 2,28), Sicherheit im Fahrzeug (2,88; 2,83) und Information im Fahrzeug (2,49; 2,35). Nachholebedarf gibt es dagegen nach Meinung der VVO-Kunden beim Streckennetz. Das erhält in Dresden mit 2,21 zwar Bestnoten, hinkt aber im übrigen VVO-Gebiet mit 2,7 deutlich dem Schnitt der übrigen sechs am Kundenbarometer beteiligten Verkehrsverbünde hinterher (2,59). Befragt wurden rund 1675 VVO-Kunden.

Von Uwe Hofmann

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