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Unübersichtlichkeit auf Dresdner Straßen nimmt immer weiter zu

Autokennzeichen Unübersichtlichkeit auf Dresdner Straßen nimmt immer weiter zu

Der Trend hält an: Auf Dresdens Straßen verraten die Kennzeichen an immer mehr Autos nicht mehr, woher Frau oder Mann am Steuer kommt. Immer häufiger sind Fahrzeuge zwar in Dresden zugelassen, aber mit „fremden“ Kennzeichen unterwegs.

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Quelle: Andreas Doering

Dresden. Der Trend hält an: Auf Dresdens Straßen verraten die Kennzeichen an immer mehr Autos nicht mehr, woher Frau oder Mann am Steuer kommt. Immer häufiger sind Fahrzeuge zwar in Dresden zugelassen, aber mit „fremden“ Kennzeichen unterwegs.

Nach den Angaben der Verwaltung waren im Dezember 2016 in der Landeshauptstadt insgesamt 277 725 Fahrzeuge zugelassen. Über 4000 mehr als etwa zur gleichen Zeit im Jahr davor. Das geht vor allem auf einen Zuwachs bei den Pkw zurück. Davon drängeln sich jetzt reichlich 223 000 auf den Straßen der Stadt, vor Jahresfrist waren es noch etwas mehr als 220 000. Der Zuwachs von etwa 1,4 Prozent hält etwa Schritt mit dem Bevölkerungswachstum in der Stadt. Zumindest lag die Steigerung von 2014 zu 2015 praktisch auf dem gleichen Niveau. Für Ende 2016 sind noch nicht alle Dresdner amtlich gezählt und aufgrund der Flüchtlingszuwanderung dürften die Zahlen auch etwas anders ausfallen.

Gestiegen ist im Jahresverlauf auch die Zahl der Lkw, von rund 16 500 auf 17 200. Dazu gekommen sind auch mehr als 1600 Wohnwagenanhänger oder Sattelanhänger, heutzutage sind mit insgesamt 541 Gefährten auch acht Busse mehr zugelassen als vor Jahresfrist.

Deutlich angeführt wird die Rangliste der zugelassenen Automarken von den Modellen aus dem Hause Volkswagen (52 850). Dahinter rangieren weiterhin Opel (22 400) und Ford (16 900). Dann folgen Skoda (15 700) und Audi (13 800), die damit knapp Renault (13 600) verdrängt haben. BMW (13 400), Daimler (11 000), Toyota (8650) und DaimlerChrysler (6835) vervollständigen die Liste. Zugelassen sind in Dresden auch 562 Trabis (plus 4) und 176 Wartburgs (plus 1).

Deutlich stärker als vor einem Jahr ist der Zahl der Dresdner gestiegen, die sich mit einem „fremden“ Kennzeichen tarnt. Ende 2015 waren rund 6550 Autos mit auswärtigen Kennzeichen unterwegs, obwohl sie in Dresden zugelassen sind, lediglich 5100 Fahrzeuge hatte das Zulassungsregister Ende 2014 zu bieten. Am 13. Dezember 2016 standen in der Liste exakt 7999 Autos, die kein DD-Kennzeichen hatten. Ob dies an mangelndem Integrationswillen liegt, ist dem amtlichen Register natürlich nicht zu entnehmen. Sicher spielt die Verbundenheit mit der alten Heimat eine Rolle. Viele werden sich aber vor allem die Kosten für neue Kennzeichen gespart haben.

Wer mit einem auf ihn zugelassenen Auto umzieht, muss sich innerhalb Sachsens seit 2010 in seiner neuen Heimat keine neuen Autokennzeichen mehr zulegen. Die Situation wurde 2012 noch unübersichtlicher. Damals reanimierten die Behörden alte Kennzeichen aus längst durch Reformen untergegangenen Kreisen und Kreisfreien Städten. Allein in Sachsen kamen zu zehn Kreisen und drei Kreisfreien Städten 45 weitere Kennzeichen dazugekommen. Seit Anfang 2015 muss auch bundesweit bei einem Umzug das Kennzeichen nicht mehr geändert werden. Die Liste der Unterscheidungszeichen, wie die ersten Buchstaben auf dem „Nummernschild“ offiziell heißen, wurde damit in Dresden noch länger.

Pirna (1300), Meißen (1150), Bautzen (700) und Freiberg (350) stehen hier aus naheliegenden Gründen an der Spitze. Auf Rang zwölf haben sich schon die Berliner („B“) vorgearbeitet, ihre Zahl stieg von 88 auf 132. Vogtland („V“) und Erzgebirgskreis („ERZ“) haben die Preußen schon verdrängt. Aktuell sind mehr Rostocker (HRO/11) als Nieskyer (NY/6) hier zugelassen. Der Kreis Monschau (MON) aus der Region Aachen, der dort vor über 40 Jahren eigentlich verschwand, ist einmal in Dresden unterwegs. Noch immer hat es keinen Vertreter aus Heinsberg dauerhaft nach Dresden verschlagen. Wer das Kennzeichen „HS“ in Dresden entdeckt, der hat es auf jeden Fall mit einem Touristen aus dem tiefen Westen von Nordrhein-Westfalen zu tun.

Von Ingolf Pleil

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