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Lokales Unruhe am Dresdner BSZ für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“
Dresden Lokales Unruhe am Dresdner BSZ für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“
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15:18 06.02.2018
 Das Dresdner BSZ für Wirtschaft soll umziehen – wohin, das steht noch nicht fest.  Quelle: Christian Nitsche
Dresden

 „Wir nehmen den Beschluss zur Kenntnis“, erklärte Lars Kluger, Leiter des Berufsschulzentrums für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“, „ich gehe davon aus, dass jetzt ein Neubau für uns errichtet wird.“ Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit (RGR) hat in ihrer Version des Schulnetzplanes ein Gymnasium für Gorbitz am Leutewitzer Ring beschlossen (DNN berichteten). Das Berufsschulzentrum soll aus dem Gebäude ausziehen. Wohin, hat RGR noch nicht mitgeteilt.

„Ich habe Vertrauen in demokratische Beschlüsse“, so Kluger. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und die Verwaltung seien von der Stadtratsmehrheit beauftragt worden, einen neuen Standort für das Berufsschulzentrum vorzuschlagen. „Ich werde in dieser Woche die Schulgremien über den Stadtratsbeschluss informieren“, so der Schulleiter.

Schulleiter Lars Kluger Quelle: DNN

„Über die Entscheidung des Stadtrats kann ich nur wütend den Kopf schütteln und mich fragen, ob bei den Entscheidungen nur politisches Recht haben wollen oder auch logisches Nachdenken über die betroffenen Personen und Nutzung aller vorhandenen Ressourcen eine Rolle spielt“, erklärte Sylke Fenske, die als Lehrerin an dem Berufsschulzentrum unterrichtet. „So langsam fühle ich mich wie eine Schachfigur, die man nach Belieben und nicht einmal regelkonform verschieben kann.“ Innerhalb der vergangenen elf Jahre werde die Schule mit dem Beschluss den fünften Standort erhalten. „Hier wird nicht nur Geld für Umzüge sinnlos verschleudert. Nein, es wird auch keine Rücksicht auf uns dort angestellte Lehrer und die Schüler genommen“, erklärte die Lehrerin.

Das Kollegium habe schon die vergangenen Umzüge selbst stemmen und zusätzlich zum laufenden Unterrichtsbetrieb schwere Kisten auf den Fluren stapeln müssen. Fenske verweist auf die baugleichen leerstehenden Schulgebäude in der Ginsterstraße in Gorbitz, die aus ihrer Sicht auch für ein Gymnasium genutzt werden könnten. „Es ist völlig unverständlich, warum ein weiterer Umzug sein soll.“

Das sächsische Kultusministerium, das seit 1. August 2017 für die Schulnetzplanung der berufsbildenden Schulen zuständig ist, erklärte auf Anfrage der DNN, dass nach wie vor die Landeshauptstadt Dresden über den konkreten Standort einer Berufsschule entscheidet. „Das Kultusministerium wird sich darauf beschränken, Gemeinden als Schulstandorte zu benennen“, so Manja Kelch, Pressereferentin im Ministerium. Die Festlegung eines konkreten Standortes für ein Berufliches Schulzentrum sei nicht zu beanstanden, wenn die Schulimmobilie grundsätzlich für den Schulbetrieb geeignet und der Schulstandort gut erreichbar sei. „Die sächlichen Kosten der Schule trägt der Schulträger“, so Kelch.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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