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Unkraut weg per Heißdampf: Stadt zeigt neue Maschine

Umweltschonend Unkraut weg per Heißdampf: Stadt zeigt neue Maschine

Auf den kommunalen Friedhöfen in Dresden wird das Unkraut ab sofort mit heißem Wasserdampf bekämpft. Zu diesem Zweck wurde für diese Saison ein Heißdampfgerät mit zugehörigem Fahrzeug, einem Multicar, im Wert von insgesamt 87.500 Euro angeschafft. Glyphosat gehört damit der Vergangenheit an.

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Auf den kommunalen Friedhöfen in Dresden wird das Unkraut ab sofort mit heißem Wasserdampf bekämpft.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Auf den kommunalen Friedhöfen in Dresden wird das Unkraut ab sofort mit heißem Wasserdampf bekämpft. Zu diesem Zweck wurde für diese Saison ein Heißdampfgerät mit zugehörigem Fahrzeug, einem Multicar, im Wert von insgesamt 87 500 Euro angeschafft. Am Montag wurde es von Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft, und Robert Arnrich, Betriebsleiter Städtisches Friedhofs- und Bestattungswesen, auf dem Heidefriedhof vorgestellt.

„Wir haben uns für einen Verzicht auf Herbizide wie Glyphosat bei der Unkrautbekämpfung entschieden“, sagte Jähnigen. „Der Heidefriedhof steht für Naturnähe, deshalb freuen wir uns über die Möglichkeit dieser umweltschonenden Methode.“ Seit 2014 verzichte man auf chemische Bearbeitung, bis letztes Jahr hatte man als Übergangslösung ein Abflammgerät benutzt. „Durch das Propangas kam es jedoch hin und wieder zu gesundheitlichen Beschwerden bei den Mitarbeitern“, bedauerte Arnrich. Außerdem sei die Waldbrandgefahr dadurch gerade in den Sommermonaten nicht zu unterschätzen.

Die Heißdampfmethode sei jedoch schonend für Umwelt und Mitarbeiter und würde obendrein schneller voran gehen, als ein Abflammen. Informiert hatte man sich im Vorfeld beim Dresdner Zoo, die ebenfalls mit Wasserdampf reinigen, und anderen Kommunen über verschiedene Techniken.

„Der Wassertank fasst 300 Liter, der Verbrauch liegt bei rund sechs Litern pro Arbeitsstunde“, erklärt Friedhofsgärtner Stefan Klemm. Um das Unkraut langfristig zu schwächen, seien mindestens drei bis vier Anwendungen im Jahr notwendig. Es wird mit dem auf 120 Grad erhitzten Wasser direkt an der Wurzel zerstört. Die Wirkung ist bereits nach wenigen Minuten zu sehen: Das Pflanzengewebe verfärbt sich bräunlich, geht ein und kann dann mit der Kehrmaschine aufgesammelt werden. „Für die Wege auf dem Heidefriedhof brauchen wir rund zwei Wochen“, weiß Arnrich. Insgesamt sind jedoch gut 40 Hektar Friedhofsfläche in der Stadt zu bearbeiten.

Das Fahrzeug wiegt circa zwei Tonnen und wird in der Form noch nicht lange eingesetzt. Hersteller ist die Firma Reinex im thüringischen Greiz, die als Grundlage eine Kehrmaschine genutzt haben.
 

Von Gerrit Menk

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