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Lokales Universitätsschule: Was ist, wenn es nicht genügend Anmeldungen gibt?
Dresden Lokales Universitätsschule: Was ist, wenn es nicht genügend Anmeldungen gibt?
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12:58 27.02.2018
TU-Professorin Anke Langner referierte beim ersten Elternabend über ihr Konzept für die Universitätsschule.  Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Der erste Elternabend zur geplanten Universitätsschule in Dresden hat großes Interesse gefunden. Etwa 100 Interessierte verfolgten am Montagabend in der 101. Oberschule auf der Pfotenhauerstraße die Erklärungen von Prof. Anke Langner und der Schulverwaltung aus Stadt und Land zu dem Schulversuch, der mit dem Schuljahr 2018/19 starten soll.

Erster Schultag am 13. August 2018

Das Projekt hatte in den letzten Monaten für viele Diskussionen in der Stadtpolitik gesorgt, inzwischen liegt die Genehmigung für das von der TU Dresden initiierte Konzept vor. Professorin Langner umriss zunächst die Grundzüge. An der Versuchsschule mit Grund- und Oberschulteil sollen Erkenntnisse über das Lernen und die Lehrerbildung gewonnen werden. Es gibt keine Klassenstrukturen und relativ frei gestaltbaren Urlaub, statt starrer Ferien. Wie an anderen Schulen wird es Noten, Zeugnisse und Bildungsempfehlungen geben. „Wir forschen für ihre Kinder“, sagte Langner.

Das Projekt soll mit zwei ersten Klassen und einer zweiten sowie zwei fünften und einer sechsten Klasse am 13. August 2018 starten.

Bernd Kafurke vom Landesamt für Bildung versicherte, dass der Anmeldeprozess so ablaufen wird wie an anderen Schulen auch. „Wir wollen keine Eliteschule aufbauen“, sagte Kafurke. Da die Schulleitung derzeit erst ausgeschrieben sei, werde das Landesamt am 1. und 5. März Anmeldungen in den Räumen der 101. Oberschule auf der Pfotenhauerstraße 42 annehmen. Die Frage aus dem Publikum, was passiert, wenn es nicht genügend Anmeldungen geben sollte, ließ der Leiter des Schulverwaltungsamtes Falk Schmidtgen weitgehend offen. „Das liegt in ihrer Hand“, sagte er und würdigte später das große Interesse, das zu einem großen Teil aus dem Stadtteil kommt, wie eine Befragung der Gäste gezeigt hatte.

Zögerlicher Applaus am Ende

Klar und deutlich sagte der Schulverwaltungschef der Stadt, dass eine voll entwickelte Universitätsschule in einigen Jahren die 101. Oberschule aus dem Standort verdrängen könnte. Dann müsse sie aber auch Breitenwirkung bei der Bildung der Kinder aus dem Stadtteil entfalten. Derzeit nehme die 101. Oberschule auf jeden Fall Anmeldungen an.

Im Gegensatz zum politischen Streit der letzten Monate verlief der Elternabend, der sich an Interessenten für die Oberschulklassen richtete, in harmonischer Atmosphäre. Am Dienstag ist eine weitere Veranstaltung zu gleicher Zeit (18 Uhr) und an gleicher Stelle geplant für Interessenten an den Klassen 1 und 2. Nicht nur der zögerliche Applaus am Ende kündete von weit verbreiteter Skepsis. „Es klingt spannend“, sagte eine junge Frau. Ihr Mann empfand noch viele Fragen offen. „Aber wir können das ja beobachten.“ Ihr Kind ist erst in zwei Jahren soweit.

Von Ingolf Pleil

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