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Universitätsbibliothek SLUB führt Pausenscheiben ein

Gegen blockierte Plätze Universitätsbibliothek SLUB führt Pausenscheiben ein

Am 5. Februar wird es ernst für die Dresdner Studentinnen und Studenten: Dann beginnt die Kernprüfungszeit und mit ihr auch der Ansturm auf die SLUB. Um zu vermeiden, dass Studenten Plätze blockieren, sie aber nicht nutzen, sind seit Montag rote Pausenscheiben im Einsatz.

Service-Leiterin Sylvia Schöne will mit der Platzreservierungsscheibe für faire Chancen in der SLUB sorgen..

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Am 5. Februar wird es ernst für die Dresdner Studentinnen und Studenten: Dann beginnt die Kernprüfungszeit und mit ihr auch der Ansturm auf die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) am Zelleschen Weg. Zu Stoßzeiten sind dann bis zu 8 000 Lernwillige in der SLUB versammelt. Oft reservieren Nutzer schon frühmorgens einen der 1 000 Arbeitsplätze in der Bibliothek über mehrere Stunden, sind dann aber lange Zeit nicht am Platz. Diesem Problem möchten die Bibliotheksmitarbeiter Abhilfe schaffen. Seit Montag sind in der SLUB rote Pausenscheiben im Einsatz.

Die neuen Scheiben funktionieren ähnlich einer Parkuhr: Wer seinen Tisch beispielsweise für die Mittagspause oder zum Kopieren von Literatur verlässt, stellt die aktuelle Zeit auf der Uhr ein. Der Platz ist dann für maximal 60 Minuten reserviert. Kehrt die Person in diesem Zeitraum nicht zurück, dürfen die Materialien vorsichtig zur Seite geschoben werden. Die Arbeitsstelle ist dann wieder frei. „Unsere Nutzer möchten ganztätig eine faire Chance auf einen Arbeitsplatz haben. Es stört immer wieder, wenn bereits früh kurz nach acht fast die Hälfte aller Plätze reserviert und anschließend stundenlang blockiert sind“, findet Syliva Schöne, die für den Service in der SLUB verantwortlich ist. Die neue Maßnahme befindet sich zwar momentan noch im Testbetrieb, scheint allerdings gut anzukommen. „Das Feedback ist überwiegend positiv. Derzeit wird diskutiert, ob die Pausenscheiben nur während der Prüfungszeit oder auch ganzjährig genutzt werden können“, erklärt Schöne. Ziel sei, die Selbstregulation zwischen den Bibliotheksgästen zu stärken und ein faires Miteinander zu schaffen. Insgesamt 3 000 Pausenscheiben sind ab 8 Uhr in Aufstellern zu finden, die im Gebäude verteilt stehen. Im Tagesverlauf werden die Aufsteller nachgefüllt.

Die SLUB Dresden folgt damit dem Beispiel anderer Bibliotheken, wie der Technischen Informationsbibliothek Hannover oder der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Als Vorbereitung auf die Prüfung stehen den Dresdner Studentinnen und Studenten derzeit auch zusätzliche Sitzgelegenheiten im Bibliotheksgebäude zur Verfügung. Bis zum 25. Februar hat die SLUB zudem sonntags zwei Stunden länger auf und schließt erst um 20 Uhr.

Von Junes Semmoudi

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