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Uniklinikum setzt auf moderne Lasertechnologie bei Augenoperationen

Strahl statt Skalpell Uniklinikum setzt auf moderne Lasertechnologie bei Augenoperationen

Steffen Mauer war schon als Kind wegen seiner Fehlsichtigkeit in ärztlicher Behandlung. Vor zehn Jahren allerdings wurde bei ihm eine Entzündung der Iris im linken Auge diagnostiziert. Um nicht zu erblinden, entschloss sich der 45-Jährige im Januar zu einem Eingriff. Als einer der ersten Patienten wurde er mit einem neuen Laser am Dresdner Uniklinikum operiert.

Prof. Frederik Raiskup (l.) und Techniker Robert Herber demonstrieren den Einsatz des Femtosekunden-Lasers.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Steffen Mauer war schon als Kind wegen seiner Fehlsichtigkeit in ärztlicher Behandlung. Vor zehn Jahren allerdings wurde bei ihm eine Entzündung der Iris im linken Auge diagnostiziert. Das Gewebe wurde mehr und mehr beschädigt, die Medikamente trübten die Sehkraft zunehmend. Um nicht zu erblinden, entschloss sich der 45-Jährige im Januar zu einem Eingriff. Als einer der ersten Patienten wurde er mit einem neuen Laser am Dresdner Uniklinikum operiert.

Seit Beginn des Jahres ist der erste Femtosekunden-Laser Sachsens in der Klinik für Augenheilkunde im Betrieb. 34 Operationen wurden mit dieser Technik bereits durchgeführt. „Patienten mit einer komplexen Krankengeschichte wie Herr Mauer sind für die Behandlung mit dem ’FEMTO LDV Z8’-Laser prädestiniert“, sagt Prof. Frederik Raiskup, der den Eingriff durchgeführt hat. Der Grund: Im Auge werden berührungsfrei deutlich feinere Schnitte gesetzt, als bei anderen handelsüblichen Geräten. Diese Präzision und eine äußerst kurze Bestrahlungszeit von einer Billiardstel-Sekunde schonen folglich das Gewebe. „Durch die Laser-Behandlung schließen wir die seltenen aber dafür schwer kontrollierbaren Risiken und Nebenwirkungen mechanischer Operationstechniken aus“, erklärt Prof Raiskup. „Durch den neuen Laser können wir zudem belastende Operationstechniken wie die Anwendung von Ultraschall zum Entfernen der eingetrübten Linse auf ein Minimum reduzieren.“

Für Steffen Mauer überzeugende Argumente. Seinen ursprünglichen OP-Termin hatte er eigens auf den 26. Januar verschoben, um mit dem Femtosekunden-Laser behandelt werden zu können. Bereut hat er diese Entscheidung nicht. „Ich bin zufrieden. Die Sehtrübung ist durch die künstliche Linse beseitigt“, sagt der 45-jährige Radebeuler.

Nicht nur Linsenerkrankungen können mit der neuen Methode behandelt werden. Denn sie lässt sich mit dem 2015 erworbenen Excimer-Laser kombinieren, der bisher lediglich zur Behandlung von Fehlsichtigkeit eingesetzt wurde. In Zukunft sind so auch lasergestützte Hornhautoperationen und -transplantationen möglich.

Von der Neuanschaffung werden auch die Forschungen der Augenklinik profitieren. So soll beispielsweise die schonende Behandlung mit dem Femtosekunden-Laser in der Linsenchirurgie, die Behandlung von Fehlsichtigkeit und das Ausführen präziser Schnitte bei Hornhaut-Transplantationen genauer untersucht werden. Grund genug für das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, die Anschaffungskosten in Höhe von 585 000 Euro zu übernehmen.

Von Christin Grödel

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