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Uniklinikum Dresden schafft Arbeitsplatz für Behinderten

Reinigungsmaschine nach Maß Uniklinikum Dresden schafft Arbeitsplatz für Behinderten

Wenn sich andere noch einmal gemütlich im Bett herumdrehen, dreht Kay Kulig bereits seine Runden durch das Diagnostisch-Neurologisch-Internistische Zentrum (DINZ) am Dresdner Uniklinikum. Jeden Morgen ab 5 Uhr sorgt der 26-Jährige mit seiner Fußboden-Reinigungsmaschine für Glanz in den Gängen. Für den Pirnaer die Erfüllung eines lang ersehnten Traums.

Kay Kulig dreht seit Oktober seine Runden durch das DINZ, jetzt auch mit einer eigens für ihn umgebauten Reinigungsmaschine.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Wenn sich andere noch einmal gemütlich im Bett herumdrehen, dreht Kay Kulig bereits seine Runden durch das Diagnostisch-Neurologisch-Internistische Zentrum (DINZ) am Dresdner Uniklinikum. Jeden Morgen ab 5 Uhr sorgt der 26-Jährige mit seiner Fußboden-Reinigungsmaschine für Glanz in den Gängen. Für den Pirnaer die Erfüllung eines lang ersehnten Traums. Denn Kay Kulig ist gehbehindert, seit vier Jahren suchte er nach einem Job, den er auch mit seiner eingeschränkten Mobilität ausführen kann. Seit Oktober hat er die Stelle am Uniklinikum – mit vereinten Kräften.

Kay Kulig ist Angestellter bei der UKD-Service GmbH, seit 2008 ein Tochterunternehmen des Uniklinikums, das unter anderem für die Gebäudereinigung, den Service in den Mitarbeiterrestaurants und für Botendienste verantwortlich zeichnet. „Am Anfang war es nur eine Idee. Wir wollten ein gezieltes Angebot für Schwerbehinderte schaffen, weil wir viele entsprechende Tätigkeiten anbieten“, erinnert sich Prokurist Merten Kionka. Dank Bettina Gacek vom Dienstleistungsnetzwerk support Sachsen kam der Kontakt zu Kay Kulig zustande, der in einer Behindertenwerkstatt arbeitete. Zunächst versuchte er sich in der Reinigung, die ersten Tage endeten für den 26-Jährigen aber in einer Enttäuschung, körperlich war er der Aufgabe nicht gewachsen. „Ich habe aber gesehen: Er will gern. Also haben wir nach einem anderen Betätigungsfeld gesucht“, so Kionka.

Und hier kam die Reinigungsmaschine ins Spiel, mit der Kay Kulig seither die DINZ-Gänge abfährt. Zunächst aber war auch die Bedienung des Geräts für den Gehbehinderten beschwerlich. Erneut sprang Bettina Gacek ein. Sie unterstützte die Klinikums-Tochter dabei, einen Teil der Anschaffungskosten und dem Umbau der Maschine durch Fördermittel zu finanzieren. Seit vergangener Woche steht ein für 18 000 Euro auf die Bedürfnisse Kay Kuligs maßgeschneidertes Gerät bereit – mit zusätzlichen Tritten und Haltegriffen zum besseren Auf- und Abstieg. Der 26-Jährige dankt es seinem Chef mit Einsatzwille und Engagement, wie Kionka sagt.

Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Kay Kulig sucht dringend eine Wohnung in Dresden, im besten Fall mit zwei Zimmern und in fußläufiger Nähe zum Uniklinikum. Derzeit wohnt er in Pirna-Sonnenstein. Jeden Morgen wird er um 3.55 Uhr von einem von der Agentur für Arbeit finanzierten Abholdienst von seinem Zuhause zum Bahnhof gebracht, um den Dienst pünktlich um 5 Uhr anzutreten. 800 Euro werden dafür monatlich fällig. „Das muss aufhören“, findet Kionka.

Wohnungsangebote für Kay Kulig an Sabine Liesaus vom Integrationsfachdienst: Mail: ifd@awo-sonnenstein.de, Tel.: 42 68 18 30.

Von Christin Grödel

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