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Unerwartete Hürden bei Finanzierung des Ski-Weltcups in Dresden

Sportevent Unerwartete Hürden bei Finanzierung des Ski-Weltcups in Dresden

Im nächsten Jahr soll in Dresden am Elbufer erstmals ein Ski-Weltcup ausgetragen werden. Jetzt tauchen unerwartete Hindernisse für die finanzielle Unterstützung des Landes auf.

Bislang ist noch unklar, wie die Veranstalter welche Gelder erhalten.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Überraschende Hürden für die Mitfinanzierung des Ski-Weltcups im kommenden Jahr in Dresden durch Gelder des Freistaats. Bislang ist noch unklar, wie die Veranstalter welche Gelder erhalten. Das bestätigten Innenministerium und Staatskanzlei jetzt auf DNN-Anfrage.

2018 soll Mitte Januar erstmals auf dem Elbradweg zwischen Carolabrücke und Japanischem Palais ein Ski-Weltcup stattfinden. Die Skating-Weltelite werde durch Fernsehübertragungen und Kommunikation in sozialen Netzwerken einen erheblichen Werbeeffekt für Dresden auslösen, stellen die Organisatoren der City-Ski GmbH in Aussicht, hinter der zwei bekannte Sportjournalisten stehen. Sie wollen das Event auch in den folgenden Jahren fortsetzen. Sie planen mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro für die Veranstaltung pro Jahr, von der Stadt und dem Freistaat erhoffen sie sich dafür jeweils 300 000 Euro. Der Internationale Skiverband hat die Veranstaltung in seinen Wettkampfkalender aufgenommen. Der Dresdner Stadtrat hat im März die Gelder der Stadt beschlossen für 2018.

„Das Konzept über die nächsten vier Jahre hat uns überzeugt. Vor allem auch deshalb, weil es hier nicht nur um ein reines Weltcup-Wochenende geht, sondern auch der Nachwuchs und Kinder allgemein mit einbezogen werden. Wir freuen uns auf die Tage am Elbufer!“, sagte der Vorsitzende des FIS-Skilanglauf-Komitee und dreifache Langlauf-Olympia-Sieger, Vegard Ulvang. „Die breite Unterstützung, mit der die Stadt Dresden und das Land Sachsen hinter diesem außergewöhnlichen Projekt stehen, ist beeindruckend“ zeigt sich DSV-Präsident Franz Steinle beeindruckt. Doch der Teufel steckt wie immer im Detail.

„Es gibt bis jetzt weder eine verbindliche Förderzusage noch einen Förderbescheid“, erklärte Pia Leson aus der Pressestelle des Innenministeriums. 150000 Euro sollen aus der Sportförderung bereitgestellt werden. Aber: „Der Veranstalter ist nach derzeitiger Sportförderrichtlinie nicht antragsberechtigt“, teilte Leson weiter mit. Das liegt an der Rechtsform. Die Weltcup-Veranstalter haben eine GmbH gegründet, Sportförderung können aber nur Vereine, Verbände sowie Kommunen und deren Unternehmen erhalten. Aktuell werde an einer Lösung gearbeitet, wie eine finanzielle Unterstützung des Weltcups dennoch möglich sei. „Die Verhandlungen dazu laufen aktuell“, hieß es aus dem Haus von Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Auch die Staatskanzlei ist im Prinzip begeistert vom Weltcup, nur in der monetären Umsetzung gibt es noch Hürden. „Der geplante Skiweltcup ist für Sachsen ein herausragendes Ereignis und eine hervorragende Werbemöglichkeit“, stellte die stellvertretende Regierungssprecherin Lea Mock auf Anfrage fest. Über Inhalt und Umfang einer Werbekooperation zwischen dem Skiweltcup und „So geht sächsisch“ werde derzeit verhandelt. Jegliches finanzielle Engagement im Kontext der Standortkampagne bedinge einer werblichen Kooperation. Es handele sich nicht um eine Förderung. Vielmehr stehe der finanziellen Leistung des einen Partners eine werbliche Gegenleistung des anderen gegenüber. Die konkreten Leistungsbestandteile würden aktuell verhandelt. Es handele sich um keine Förderung, sondern um eine Werbekooperation. „Üblicherweise stellen die Veranstalter die Summe erst nach erbrachter Leistung in Rechnung“, hieß es weiter. Die Gespräche würden aktuell geführt. Ziel sei es, auch mit Blick auf den Veranstaltungstermin, schnellstmöglich zu einem Ergebnis zu finden.

Unklar ist, welche Auswirkung das auf die sonstigen finanziellen Pläne des Veranstalters haben wird. Als Gegenleistungen für die Gelder des Landes sind Präsentationen des Freistaats auf Werbebanden, auf den Leibchen für Startnummern oder ähnliches vorstellbar. Den Verkauf dieser Werbeflächen haben die Veranstalter aber möglicherweise schon anders verplant. Neben Stadt und Land rechnen sie mit Geldern vom Skiverband FIS sowie Sponsoren und Zuschauern. Unabhängig von den Geldern des Landes sind so schon 350000 Euro über den Verkauf von Flächen auf Startnummern, Banden, Namens-Rechten und ähnliches eingeplant.

Von Ingolf Pleil

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