Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Undine ade - Acht Jahre ist in Dresden nichts passiert an dem Schiffsrumpf aus Rostock, nun kehrt er zurück
Dresden Lokales Undine ade - Acht Jahre ist in Dresden nichts passiert an dem Schiffsrumpf aus Rostock, nun kehrt er zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:39 09.09.2015
Der Rumpf der "Undine" schwimmt seit Donnerstag vor der Werft in der Elbe, am Montag geht er per Schubschiff auf die Reise an die Ostsee. Quelle: Christian Juppe
Anzeige

Am Montag soll es Dresden verlassen. Unverrichteter Dinge, denn eigentlich war der Rumpf 2006 nach Laubegast bugsiert worden, um das älteste deutsche Bäderschiff, das früher den Namen "Kronprinz" trug, wieder aufzubauen. Daraus ist nichts geworden, die eigens dafür gegründete Gesellschaft existiert nicht mehr.

"Wir haben den Rumpf für einen symbolischen Euro gekauft", sagte Steffen Wiechmann vom Rostocker "Freundeskreis Maritimes Erbe". Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die "Undine" zunächst zurück zu holen. Dazu schiebt sie ein Schiff einer Berliner Reederei "Ed Line" auf der Elbe stromab von Dresden bis kurz vor Hamburg. Dann biegt der Verband ab in den Elbe-Lübeck-Kanal und von Lübeck geht es weiter über die Ostsee nach Rostock.

"Wir wollen am Montag gegen Mittag los", sagte Ed-Line-Chef Carsten Klink auf DNN-Anfrage. Am Vormittag will er selbst in Laubegast sein und die Aktion überwachen. Zuvor soll bereits das Schubschiff "Miss Ed" eingetroffen sein. Vier bis fünf Tage dauert die Schiffsreise, dann ist der rostige Rumpf wieder in seinem Heimathafen. Denn in Rostock wurde die "Kronprinz" 1910 gebaut. "Sie bekommt erst mal einen Liegeplatz vor einer Werft an der Warnow", sagt Wiechmann. Später soll der Rumpf aus dem Wasser gehoben und an Land präsentiert werden. Ob und wann der Wiederaufbau des Schiffs möglich ist, steht in den Sternen. Das ist vor allem eine finanzielle Frage. Wiechmann zufolge wurden dafür schon 2007 rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Im Moment müht sich "sein" Verein noch, die 30 000 Euro zusammen zu bekommen, die der Transport des Rumpfes von Dresden nach Rostock kostet. 5000 Euro fehlen noch zu dieser Summe. "Es kommen auch Spenden aus Dresden", berichtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Einer der größten Spender ist übrigens Werftbesitzer Reinhard Saal. Er habe den Rumpf auf eigene Kosten so weit auf Vordermann bringen lassen, dass er überhaupt schwimmfähig ist, sagt Wiechmann.

Saal hat gute Gründe dafür: Er muss Platz schaffen auf der Werft, denn gleich nach dem Undine-Abschied könnte der erste Dampfer nach Laubegast kommen. Am Montag endet die Sommersaison für die Flotte, dann ist Zeit für Reparaturen. Gerd-Rüdiger Degutsch, Technikchef der Sächsischen Dampfschiffahrt war bereits mehrfach zu Besuch in der Werft, seitdem Saal sie übernommen hat, zuletzt am Donnerstag. Thema waren die anstehenden Instandsetzungsarbeiten.

Mehr zur Undine (incl. Spendendaten) unter www.mare-rostock.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.10.2014

Christoph Springer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mal hinter die Kulissen der Regierung schauen – unter diesem Motto waren am Tag der Deutschen Einheit alle Sachsen und Besucher eingeladen, einen Blick hinter die Türen des Sächsischen Landtages zu wagen.

09.09.2015

Sie sind klein, unsichtbar und gelten als größte Bedrohung der Gesundheit unserer Zeit. Multiresistente Erreger sind mittlerweile gegen fast alle Antibiotika immun.

09.09.2015

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat am Tag der Deutschen Einheit vor einer Verharmlosung der DDR gewarnt. Die Erinnerung an die friedliche Revolution müsse wachgehalten werden.

09.09.2015
Anzeige