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Lokales Umweltamt baut hohe Hürden auf
Dresden Lokales Umweltamt baut hohe Hürden auf
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07:38 01.12.2017
Am Flughafen in Klotzsche wurde am Donnerstag die Schneeeismaschine für den Ski-Weltcup angeliefert.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 Im Prinzip wollen alle, dass am 13. und 14. Januar 2018 der Ski-Weltcup in Dresden am Neustädter Elbufer stattfindet und die Veranstalter auch nach den Eilterennen die Werbetrommel für Dresden rühren. Doch der Weg bis zu einer behördlichen Genehmigung ist lang und steinig, mussten die beiden Organisatoren René Kindermann und Torsten Püschel erfahren, die das Sportereignis an die Elbe geholt haben.

„Jetzt sollen wir auch noch für die Abendveranstaltungen in der Woche nach dem Weltcup ein Lärmschutzgutachten vorlegen“, erklärt Kindermann seine aktuellen Sorgen. In der Woche nach den Wettkämpfen wollen die Organisatoren die 1,4 Kilometer lange Piste am Neustädter Elbufer an Firmen vermieten. Die Mitarbeiter, Angehörigen und Geschäftspartner der Unternehmen können von 17 bis 20 Uhr Ski laufen – unter Anleitung von ehemaligen Olympioniken, WM-Teilnehmern und anderen Top-Athleten. Danach sollen die Veranstaltung im VIP-Zelt mit einem Abendessen bei gedämpfter Musik ausklingen.

Für bis zu 300 Teilnehmer sind die Veranstaltungen ausgelegt, erläutert Kindermann. „Wir bringen große Unternehmen von außerhalb nach Dresden, etwa Europas größten Sportvermarkter Lagardère“, verweist Kindermann auf die Dimension der Veranstaltungen, die nicht im Ansatz mit allseits bekannten Après-Ski-Partys verglichen werden könnten. „Bei uns dröhnt keine Disco-Musik, wir werden den Lärmpegel so gering wie möglich halten“, betont er.

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Die Veranstalter, so Kindermann, könnten es sich gar nicht leisten, es sich mit den Anwohnern des Wohngebiets rund um die Hauptstraße und die Sarrasanistraße zu verderben. „Wir wollen, dass sich alle auf den Ski-Weltcup freuen.“ Deshalb würden die Anwohner von den Veranstaltern genau darüber informiert, was wann auf dem Weltcup-Gelände passiert, damit sie sich darauf einstellen können.

Kindermann weiß, dass die Anwohner auch mit den Filmnächten am Elbufer und vielen Veranstaltungen auf der Hauptstraße leben müssen. „Das ist ein hochsensibler Bereich.“ Deshalb könne er die Forderung nach einem Lärmschutzgutachten nachvollziehen, obwohl die Veranstalter bereits ein Schallschutzgutachten zur Frage der Schneetransporte ans Elbufer vorgelegt haben. „Es geht darum, die Anwohner zu schützen“, erklärte Kindermann in dieser Woche auch vor dem Umweltausschuss, der sich mit der Thematik befasste, ohne eine Entscheidung zu treffen.

Rund 10 000 Euro werden die von der Verwaltung geforderten Gutachten kosten, so der Veranstalter. „Im Sinne der Wirtschaftlichkeit würden wir es begrüßen, wenn wir diese Gutachten für die nächsten vier Jahre verwenden könnten und nicht Jahr für Jahr neue Gutachten einreichen müssten“, erklärte der Veranstalter und sieht gute Aussichten auf eine Einigung mit dem Umweltamt. Er verweist auf 300 000 Euro Fördermittel vom Freistaat und 300 000 Euro Unterstützung von der Landeshauptstadt bei einem Gesamtetat von 1,2 Millionen Euro. „Wir sind dazu angehalten, extrem sorgfältig mit den Mitteln umzugehen und unnötige Kosten zu vermeiden.“

Kindermann lobte ausdrücklich die Dresdner Grünen, die nach anfänglicher Skepsis konstruktiv mit den Veranstaltern nach Lösungen gesucht hätten, mit Augenmaß die Belange der Umwelt bei dem sportlichen Großereignis zu beachten. „Diese Kooperationsbereitschaft rechnen wir ihnen hoch an.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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