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Lokales Umundu-Festival sucht nach urbanen Lösungen für die Zukunft
Dresden Lokales Umundu-Festival sucht nach urbanen Lösungen für die Zukunft
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09:36 19.10.2016
Christian Bärisch und Kathleen Schkade vom Sukuma Arts e.V. haben die Ausstellung „Hands-On Urbanism“ in die Galerie geh8 nach Dresden geholt. Quelle: Sebastian Burkhardt
Dresden,

Kinder, die frische Karotten aus der Erde eines Schrebergartens ziehen, Senioren, die abseits von Verkehrslärm und Chaos trotzdem zentrumsnah wohnen, Familien, die bezahlbaren und guten Wohnraum finden – was bereits schon jetzt Thema in fast jeder Großstadt ist, wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter in den Vordergrund drängen: Nämlich die Frage, wie man die Zukunft der Städte nachhaltig und lebenswert gestalten kann.

Das diesjährige Umundu-Festival bietet ab Donnerstag seinen Besuchern die Möglichkeit, mit Experten, Stadtplanern und Mitmenschen über die Stadtgestaltung der Zukunft zu sprechen.

„Wir wollen diese Fragestellung nach Dresden in die Köpfe der Menschen tragen“, sagt Christian Bärisch, Projektkoordinator des Festivals. Gemeinsam mit seinem Team vom Sukuma arts e.V. und mehreren namhaften Kooperationspartnern, wie etwa der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), organisiert Bärisch das bereits achte Umundu-Festival in der Landeshauptstadt.

Nachdem sich die Ausgaben der vergangenen Jahre beispielsweise mit Böden, Gütern oder Finanzmärkten beschäftigten, liegt der Fokus diesmal auf der Stadt. Unter dem Motto „Our urban Future“ wollen die Organisatoren die Dresdner bei dutzenden Veranstaltungen in der ganzen Stadt für eine gesellschaftliche Diskussion begeistern.

„Auch mit Blick auf den städtischen Klimaschutzplan und die Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 – und da spielen Nachhaltigkeit und Lebensstil auf jeden Fall mit rein – ist das Thema gerade für Dresden hochaktuell“, sagt Bärisch. Bereits am Donnerstag eröffnet die Ausstellung „Hands-On Urbanism – Vom Recht auf Grün“ im Kunstraum geh8.

Die Ausstellung der Österreicherin Elke Krasny war bereits in Wien, Brünn und Leipzig zu sehen und befasst sich mit Fragestellungen, wie sich Menschen im Laufe der Geschichte an veränderte Raumsituationen und urbane Krisen angepasst haben. Beispielsweise wird die Entstehung der Schrebergärten in Leipzig thematisiert. Von Freitag bis Sonntag leitet ein Symposium an der HTW das Festival ein. Dort sprechen Experten aus ganz Deutschland zu Themen wie Abfall, Klimapolitik oder die Partizipationsmöglichkeiten von Bürgern.

In der kommenden Woche finden dann mehr als 60 Veranstaltungen über das gesamte Stadtgebiet verteilt statt und laden zum Tätigwerden ein.

Aus dem Programm

20. Oktober bis 27. November - Ausstellung: „Hands-On Urbanism – Vom Recht auf Grün. 1850 bis heute“. Kuratorin. Kunstraum geh8, Gehestraße 8.

Do. bis So. von 15 bis 18 Uhr. Eintritt fünf Euro.

21. bis 23. Oktober – Symposium
zum Festival an der HTW Dresden: „Our urban Future – Wie wir die Zukunft in unseren Städten gestalten“.

21. Oktober, 19 bis 22 Uhr: Eröffnung durch Jürgen Oßenbrügge (Universität Hamburg)

22. Oktober, 11 bis 12.30: Vortrag über die Globalisierung der Stadt, Johanna Hoernig (TU Berlin)

22. Oktober, 18 bis 19.30 Uhr: Recherche im Müll – Probleme und Lösungen urbanen Abfallmanagements, Michael Billig (freier Journalist)

23. Oktober,
14 bis 15.30 Uhr: Räume auf Zeit nutzen – nachhaltige Stadtentwicklung durch Zwischennutzung, Daniela Konrad (Planungslabor Köln)

24. bis 29. Oktober – Festivalwoche

24. Oktober, 17 bis 18 Uhr: Gib den Bürgern das Geld! Wie man mit Stadtteilfonds beteiligt. Mit Danilo Ziemen (Kulturbüro Dresden), Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Prießnitzstraße 18.

26. Oktober, 17 bis 19 Uhr: Kaffee aus Dresden: Regionale Produktion und Globaler Handel. Mit dem Bündnis 90/Die Grünen, Phoenix Coffee, Bautzner Straße 75.

29. Oktober, 15 bis 17 Uhr: Auf der Suche nach der verkehrsgerechten Stadt. Mit Konrad Krause (ADFC Dresden), Goldener Reiter.

Das komplette Programm: www.umundu.de

Von Sebastian Burkhardt

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