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Umstrittener Vereinschef in Dresden tritt nach Verurteilung zurück

Betrugsfall Umstrittener Vereinschef in Dresden tritt nach Verurteilung zurück

Der umstrittene Chef des Vereins zur Förderung der Jugend e.V. im Schönfelder Hochland ist zurückgetreten. Der Verein war in den letzten Tagen unter Druck geraten. Zuvor hatte das Amtsgericht den früheren Chef des Stadtjugendrings zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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Quelle: dpa

Dresden. Der umstrittene Vorsitzende der Vereins zur Förderung der Jugend Thomas M. ist zurückgetreten. Das teilte eine Vertreterin des Vereins auf DNN-Anfrage mit. Der Verein war in den letzten Tagen unter Druck geraten, die weitere Förderung durch die Stadt geriet ins Wanken.

Hintergrund war ein Urteil des Amtsgerichts Dresden. Thomas M. war dort Ende Januar zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der 46-Jährige war in den 2000-er Jahren Vorstandsvorsitzender der Kindervereinigung Dresden e. V. und Chef des Stadtjugendrings. Nach langwierigen Ermittlungen war ihm die Staatsanwaltschaft Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr, Untreue, Anstiftung zur Untreue und Betrug vor. Auf einer langen Liste von Vorwürfen stand unter anderem auch, dass er dem Kita-Eigenbetrieb der Stadt falsche Personalkosten für fünf Kitas vorlegte. Schaden für die Stadt: rund 370 000 Euro. Dies und eine Vereinbarung über eine Projektarbeit für die Kindervereinigung, die er nie leistete, für die er aber 9200 Euro kassierte, waren die beiden einzigen Taten, die noch nicht verjährt waren und für die er zur Rechenschaft gezogen werden konnte.

Die Stadt stellte daraufhin in Zweifel, dass ein Verein mit einem solchen Chef noch gefördert werden könnte. Allein für dieses Jahr hat der Verein etwa 300000 Euro aus der Jugendhilfe-Förderung beantragt. Am Wochenende teilte die stellvertretende Vereinsvorsitzende noch mit, M. habe die Geschäftsführung des Vereins unmittelbar nach Urteilsverkündung ruhen lassen. Am Dienstag teilte sie mit, er habe in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag seinen am 31. Januar erfolgten Rücktritt erklärt. Diesen Schritte habe er als notwendig angesehen, um jeglichen Schaden vom Verein abzuwenden.

Von Ingolf Pleil

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