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Lokales Üble Prügelei: Angelausflug und Grillparty mit Folgen
Dresden Lokales Üble Prügelei: Angelausflug und Grillparty mit Folgen
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10:51 04.01.2017
Quelle: dpa
Dresden

Ein Sonnabendnachmittag im Februar 2016: Fünf Dresdner nutzen das angenehme Wetter für eine Besuch des Naturschutzgebietes „Tornaer Lehmgruben“ hinter Hornbach an der Dohnaer Straße. Auf der einen Seite des Sees angeln Felix H. und Tom H. (nicht verwandt und nicht verschwägert – aber befreundet), was im Schutzgebiet nicht gestattet ist. Auf der anderen Seite grillen Jürgen S. und seine Freundin Würstchen, auch das ist nicht erlaubt, offenes Feuer ist dort verboten. Eigentlich hätten beide Seiten den Mund halten sollen: „Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“ Aber irgendwie fühlte sich jeder im Recht. Motto: Wir dürfen, ihr nicht. So eskalierte die scheinbare Idylle.

Auslöser war eine Bemerkung von Jürgen S. in Richtung der Angler, dass die Fische jetzt Schonzeit hätten und man die Polizei informieren müsste. Felix H. fühlte sich provoziert.„Die grillten dort, das ist auch verboten und er drohte uns mit den Bullen“, erklärte er gestern im Amtsgericht. „Ich bin rüber, weil ich ihm sagen wollte, wie bescheuert das ist.“ Das tat er auch und wohl mit so eindeutigen Worten, dass sich Jürgen S. bedroht fühlte, seine schwangere Freundin wegschickte und wirklich die Polizei rief. Die beiden Angeklagten stürmten daraufhin auf den 29-Jährigen zu. Der ihnen körperlich stark unterlegene Mann wurde zu Boden geschlagen, dann traten beide auf ihn ein. Die körperlichen Wunden waren bald verheilt, psychisch haben er und seine Freundin, seelisch ohnehin schon etwas angeschlagen, die Aktion bis heute nicht weggesteckt.

Das Prügel-Duo versuchte sich zwar gestern gegenseitig aus der Sache rauszuhauen, räumte die Tat letztlich, wenn auch mit viel „wenn und aber“,ein. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurden sie zu einer Freiheitsstrafe von jeweils sechs Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss jeder 800 Euro an den Opferschutzverein „Weißer Ring“ zahlen. Auch wenn sie vielleicht provoziert wurden, es gab keinen Grund einfach auf jemanden einzuprügeln, machte ihnen das Gericht klar.

Von Monika Löffler

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