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Über 3000 Kinder sahen „Pinocchio“ in der Eishalle Dresden

Märchen auf dem Eis Über 3000 Kinder sahen „Pinocchio“ in der Eishalle Dresden

Große Kindergruppen strömten am Nikolaustag gegen 9 Uhr in die Eislaufhalle an der Magdeburger Straße. Sie alle wollten Pinocchio sehen. Denn der Dresdner Eislauf-Club (DEC e.V.) hat das bekannte Märchen nach einem Kinderbuch des italienischen Autors Carlo Collodi aufs Eis gebracht. Die Eismärchen haben eine über 20-jährige Tradition.

Szene aus „Pinocchio“ – dem Märchen auf deme Eis des Dresdner Eislauf-Club e.V.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Große Kindergruppen strömten am Nikolaustag gegen 9 Uhr in die Eislaufhalle an der Magdeburger Straße. Sie alle wollten Pinocchio sehen. Denn der Dresdner Eislauf-Club (DEC e.V.) hat das bekannte Märchen nach einem Kinderbuch des italienischen Autors Carlo Collodi aufs Eis gebracht.

Premiere war bereits am 3. Dezember in Weißwasser. Am 6. Dezember fand die erste Vorstellung in Dresden statt. Diese sahen 3200 Besucher, vornehmlich Kindergartengruppen und Schulklassen.

Insgesamt gibt es bis Weihnachten in der EnergieVerbund Arena sieben Aufführungen. Drei davon an Wochentagen vormittags, vier finden am Wochenende statt, so dass auch Familien mit schulpflichtigen Kindern die Möglichkeit haben, die Vorstellungen zu besuchen. „Im Januar sind wir dann, weil wir dort gebucht wurden, in Mitterteich bei Hof“, gibt Steffi Mäder Auskunft. Sie ist Mitglied des Vorstandes des Dresdner Eislauf-Club e.V. und mit Susanne Rasch verantwortlich für die Organisation des Eismärchens.

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Der Dresdner Eislauf-Club e.V. hat dieses Jahr als Weihnachtsmärchen die Geschichte von „Pinocchio“ aufs Eis gebracht. Sieben Aufführungen gibt es insgesamt in der Vorweihnachtszeit in der EnergieVerbund Arena in Dresden. Die erste fand am Nikolaustag statt.

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Diese haben mittlerweile Tradition. Denn die kleinen und großen Eisläufer des Vereins verzaubern schon seit über 20 Jahren in der Vorweihnachtszeit ihr Publikum. Jedes Jahr tanzen sie eine andere Geschichte. 2015 war es „Der Zauberer von Oz“, davor „Die Goldene Gans“ und „Aschenputtel“ – um nur wenige Beispiele zu nennen.

Diesmal wird in Choreographie und Regie von Katrin Böhme und Juliane Wagner das Märchen der Holzpuppe erzählt, die ihren Schöpfer, den Holzschnitzer Gepetto, fast zur Verzweiflung bringt. Wegen seiner Lügen wächst Pinocchio eine lange Nase. Doch die lebendig gewordene Puppe bekommt dann doch noch die Kurve und verwandelt sich am Ende mit Hilfe der blauen Fee in einen richtigen Jungen aus Fleisch und Blut.

137 Akteure machen beim Eismärchen mit. Das jüngste Eislaufsternchen, das bei Pinocchio auf Kufen über die Eisfläche schwebt, ist vier Jahre alt. Die älteste Eisläuferin 65 Jahre, hieß es. „Beteiligt sind zum großen Teil unsere Leistungssportler im Eiskunstlauf und Synchroneiskunstlauf – von der Vorschule bis zum Bundeskader – aber auch kleine und große Hobbyeisläufer“, erklärt Steffi Mäder. Für die Leistungssportler, die ja an der Sportschule lernen, seien die drei Vormittagsvorstellungen wochentags kein Problem. „Bei den Hobbysportlern bitten wir um Freistellung und in der Regel klappt das auch.“

Für den Dresdner Eislauf-Club sind die Eismärchenaufführungen auf der einen Seite eine wichtige Größe in der Finanzierung der Sportförderung. „Sonst müssten wir höhere Beiträge verlangen.“ Auf der anderen Seite bietet das Eismärchen den Sportlern mal eine andere Möglichkeit, ihr Können zu zeigen. „Es ist nicht so ein Druck wie bei Wettkämpfen, sie laufen vor gefüllten Zuschauerrängen und bekommen viel Beifall.“

Die Proben für das Eismärchen beginnen immer Ende August. „Von da an wird jeden Sonnabend und Sonntag jeweils zwischen vier und sechs Stunden geübt.“ Je nach seiner Rolle im Stück ist der Zeitaufwand für jeden Eisläufer unterschiedlich. Aber eines sei Fakt: „Wenn man sich einmal fürs Eislaufen entschieden hat, hat man im Winter Zeit für nichts anderes“, sagt Mäder. Denn schließlich kommen für die meisten auch noch sportliche Wettkämpfe hinzu.

Die farbenprächtigen und zum Teil witzigen Kostüme der Darsteller des Eismärchens „Pinocchio“ sind das Werk der Dresdnerin Alexa Quander. Für die Maske zeichnen Veronika Knigge und Daniela Herforth verantwortlich. Bei Requisite und Technik helfen in ihrer Freizeit Fachleute, die hauptberuflich in der Semperoper arbeiten. So ist das Ganze ein Werk von vielen Helfern, unterstützt von zahlreichen Sponsoren.

Dass sich der ganze Aufwand lohnt, wissen die Akteure spätestens, wenn der Gong ertönt, die Kinderstimmen im Rund verstummen, leuchtende Kinderaugen auf die Eisfläche schauen und auf das Hallo? von Sprecher und Märchenerklärer Ulrich Schwarz mit einem ohrenbetäbenden „Haaaaallloooooooo“ antworten. „Es war einmal... nein, kein König und kein Zauberer. Es war einmal ein Stück Holz...“

Service

Weitere Vorstellungen des Eismärchens:

Sonntag, 11.12.: 10 Uhr

Samstag, 17.12.: 16 Uhr

Samstag, 17.12.: 19 Uhr

Sonntag, 18.12.: 10 Uhr

Dienstag, 20.12.: 9.30 Uhr

Mittwoch, 21.12.: 9.30 Uhr

Veranstaltungsort: EnergieVerbund Arena, Magdeburger Str. 10, 01067 Dresden

Einlass: 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Dauer der Veranstaltung: ca. 1 ¼ Stunde

Kartenverkauf: Restkarten gibt es noch für die Vorstellungen am 17. und 18.12.

Kartenpreis: Kinder (3-15 J.) 7 Euro, Erw. 12 Euro

www.eismaerchen.de

Von Catrin Steinbach

Dresden, Magdeburger Straße 10 51.062224 13.722285
Dresden, Magdeburger Straße 10
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