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Lokales USD Immobilien: Planung der Hafencity in Dresden geht weiter
Dresden Lokales USD Immobilien: Planung der Hafencity in Dresden geht weiter
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18:10 09.09.2015

Natürlich planen wir weiter", sagt Jürgen Nufer, bei der USD Immobilien GmbH für Projektentwicklung / Verkauf zuständig, zur Hafencity. Dabei handelt es sich um ein neues Stadtquartier, das um den Neustädter Hafen zwischen Alexander-Puschkin-Platz und Marienbrücke entstehen soll (DNN berichtete mehrfach).

Das USD-Projekt sollte am Montagabend im Ortsbeirat Neustadt diskutiert werden. Doch daraus wurde nichts. "Wir haben den Punkt von der Tagesordnung genommen. Denn wir glauben, dass nach der jüngsten Flut das Projekt noch einmal überdacht werden muss", so Ortsamtsleiter André Barth. "Wir haben alle geglaubt, dass wir eine solche Flut wie 2002 nicht noch einmal erleben. Jetzt müssen wir die statistische Einordnung überprüfen und schauen, ob die Überflutungskarten noch stimmen."

Dass das Projekt gestoppt oder gar gescheitert sei, dementiert die Stadt. "Die Stadt kann nicht einseitig den Beschluss fällen, das Projekt ist gestorben oder nicht. Wir haben lediglich das Verfahren zum Aufstellungsbeschluss angehalten, stellen die Sache auf den Prüfstand", formuliert es Stadtsprecher Kai Schulz. Man müsse nun mit allen Beteiligten analysieren, ob die neuerliche Flut Auswirkungen auf das Bauvorhaben hat. Auch "der Stadtrat wird sich mit dem Thema befassen müssen". Den Standpunkt der Landestalsperrenverwaltung habe man "zur Kenntnis genommen". Die hatte "die geplante Bebauung zwischen Elbe und Leipziger Straße als sehr kritisch eingeschätzt" und empfohlen, diesen Bereich von jeglicher Bebauung freizuhalten, "da er Teil des festgesetzten Überschwemmungsgebietes ist" (DNN berichtete bereits am Montag).

Mittlerweile fordert die Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Überprüfung aller seit 2002 erteilten Baugenehmigungen im Dresdner Hochwassergebiet - sowohl für städtische Vorhaben als auch für private. Schließlich seien im Hochwasserfall "nicht nur einzelne Eigentümer betroffen, sondern immer auch die Kommune und ihre Steuerzahler".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2013

Catrin Steinbach

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