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Lokales U18-Wahl: CDU macht das Rennen
Dresden Lokales U18-Wahl: CDU macht das Rennen
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17:45 19.09.2017
Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

3075 Kinder und Jugendliche haben an der diesjährigen U18-Wahl in Dresden teilgenommen. Sie haben am 15. September deutlich gemacht, welche Parteien sie in den Bundestag wählen würden. Wenn es nach den Dresdner Jungwählern ginge, hätten es sieben Parteien für die kommende Amtsperiode in den Bundestag geschafft. Sowohl im Wahlkreis 159 (1270 Wähler) als auch 160 (1805 Wähler) hat die CDU mit 18,94 Prozent bzw. 19,16 Prozent gewonnen. Als Direktkandidaten wurden Andreas Lämmel (Wahlkreis I) und Arnold Vaatz (Wahlkreis II) von der CDU gewählt.

Überraschend: Im Wahlkreis I schafften es die AfD mit 15,45 Prozent und in Wahlkreis II die Grünen mit 17,18 Prozent auf Platz 2. Es folgen im ersten Wahlkreis die Linken (14,2 Prozent ), die SPD (10,71 Prozent), die Grünen (10,63 Prozent), die Tierschutzpartei (7,06 Prozent) und – knapp über der 5-Prozent-Hürde – die FDP (5,73 Prozent). Im Wahlkreis II erreicht die SPD den dritten Platz (13,04 Prozent), gefolgt von der AfD (12,64 Prozent), den Linken (11,22 Prozent), der FDP (6,75 Prozent) und der Tierschutzpartei (5,56 Prozent).

Bei der tatsächlichen Bundestagswahl 2013 lagen die Ergebnisse beider Wahlkreise sehr eng beieinander, die Parteienrangfolge war zudem identisch (CDU, gefolgt von Linke, SPD, Grüne, AfD, Piraten und FDP). Die Geschäftsführerin des Stadtjugendrings Dresden, Anett Dahl, erklärt als mögliche Ursache der Wahlunterschiede, dass sich die Jungwähler – anders als bei den eigentlichen Wahlen – frei entscheiden konnten, für welchen Wahlkreis sie abstimmen möchten, da es mancherorts zu wenig Wahllokale zur Auswahl gab. Dadurch könne aber eine Verzerrung entstehen.

Auffällig sind auch die U18-Wahlergebnisse der Nachbarwahlkreise: In Bautzen I (156) und in der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge (158) würde die AfD mit 26,3 Prozent und 22,9 Prozent der Stimmen gewinnen. Mit weitem Abstand zu den Drittplatzierten folgt dahinter die CDU (20,16 Prozent und 20,87 Prozent).

U18 ist eine der größten Initiativen politischer Bildung, die von und für Kinder und Jugendliche organisiert wird. Das Ergebnis der Wahl ist Ausdruck der politischen Stimmung bei allen, die bei der Bundestagswahl am 24. September noch nicht wählen dürfen, weil sie zu jung sind. Deutschlandweit haben knapp 220 000 Kinder und Jugendliche teilgenommen, die Ergebnisse lagen bei 28,49 Prozent für die CDU, 19,81 Prozent für die SPD, 16,6 Prozent für die Grünen, 8 Prozent für die Linken, 6,8 Prozent für die AfD und 5,74 Prozent für die FDP. Nach dem Institut Infratest dimap liegen die Wahlprognosen für die echte Bundestagswahl bei 41 Prozent für die CDU, 21 Prozent für die AfD, 15 Prozent für die Linke, 10 Prozent für die SPD und 5 Prozent für die FDP).

Von Katharina Jakob

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