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Tuberkulose-Massentest an Dresdner Hoga-Schule könnte noch mehr Fälle aufdecken

Ergebnisse am Ende der Woche Tuberkulose-Massentest an Dresdner Hoga-Schule könnte noch mehr Fälle aufdecken

An der Hoga-Schule in Leuben gibt es zwei Fälle von ansteckender Tuberkulose (Tbc) und zwei weitere Personen, die mit der Lungenkrankheit infiziert sind. Das hat das Gesundheitsamt am Mittwochmorgen offiziell bestätigt.

Am Mittwoch hat die Hoga-Schule wieder geöffnet – Der Tuberkulose-Massentest in Dresden dauert an.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  An der Hoga-Schule in Leuben gibt es zwei Fälle von ansteckender Tuberkulose (Tbc) und zwei weitere Personen, die mit der Lungenkrankheit infiziert sind. Das hat das Gesundheitsamt am Mittwochmorgen offiziell bestätigt.

 Die als „offen“ bezeichnete, ansteckende Tuberkulose ist im September bei einem Lehrer aufgetreten. Daraufhin wurden 100 Personen an der Hoga-Schule im Rahmen einer sogenannten Umgebungsuntersuchung auf das Bakterium getestet. Dabei stellte sich Ende November heraus, dass sich drei Schüler mit der auch als Schwindsucht bekannten Krankheit angesteckt hatten.

Bei einem der Schüler wurde eine ansteckungsfähige Tuberkulose registriert. „Daraufhin haben wir die Situation sofort neu bewertet“, sagt der Leiter des Gesundheitsamts, Jens Heimann. „Wir nehmen die Situation sehr ernst“, erklärt Sozialbürgermeisterin Kristin-Klaudia Kaufmann (Die Linke).

In Dresden treten jährlich rund 40 bis 50 Tuberkulosen auf. Dass es nun eine Bildungseinrichtung trifft, sei eine besondere Situation. Am Montag wurden alle Lehrer und Mitarbeiter der Schule durch das Gesundheitsamt getestet.

520 Schüler müssen zur Blutabnahme

 „Seit Dienstag hat das Gesundheitsamt begonnen, Blutproben von rund 520 Schülern zu untersuchen“, erklärt Hoga-Geschäftsführerin Regina Kirschstein. An der Oberschule und dem Allgemeinbildenden Gymnasium lernen rund 900 Schüler. „Wir testen nur die Schüler, die über mindestens acht Stunden intensiven Kontakt zu den an Tbc-Erkrankten Personen hatten“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamts.

Bis Mitte nächster Woche sind täglich 10 Mitarbeiter des Gesundheitsamts an der Hoga-Schule vor Ort, um die Schüler mittels Blutproben auf den Tbc-Erreger zu testen. „Wir rechnen Ende dieser Woche mit ersten Ergebnissen“, teilt die Sachgebietsleiterin für Tuberkulosefürsorge Cornelia Breuer mit.

Laborergebnisse dauern bis zu sechs Wochen

Problematisch an Tuberkulose sind die sehr variable Inkubationszeit, die Ansteckungswege verschleiert und die schleichenden Symptome von Tbc, etwa Schlappheit und andauernder Husten.

 „Um festzustellen ob ein Patient an ansteckender Tuberkulose leidet, muss der Auswurf des Hustens untersucht werden, was durch aufwendige Labortechniken bis zu sechs Wochen dauern kann“, erklärt Breuer.

Auch wenn noch keine Testergebnisse vorliegen, hält Amtsarzt Heimann eine prophylaktische Schließung der Hoga-Schulen nach dem Infektionsgesetz für nicht notwendig.

„Die Stimmung an unserer Schule ist angenehm gut“, beschreibt Geschäftsführerin Kirschstein den aktuellen Lernalltag. Die Schüler der 12. Klassen hätten sich in einer E-Mail für das Vorgehen der Schulleitung bedankt.

Doch von Eltern gab es auch Kritik an der Informationspolitik der Hoga-Schule, die seit September von einem Tuberkulose-Fall im Lehrerkollegium weiß. „Nach dem Bekanntwerden des ersten Tbc-Falls haben wir die Elternsprecher umgehend informiert und mit dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet“, betont Kirschstein.

In acht Wochen erneute Untersuchung nötig

In rund acht Wochen wird eine erneute Umgebungsuntersuchung an der Schule durchgeführt werden, um zu testen ob sich weitere Schüler oder Lehrer an dem kürzlich diagnostiziertem Fall von offener Lungentuberkulose angesteckt haben. Erst nach diesem zeitlichen Abstand können Erreger nachgewiesen werden.

Von Tomke Giedigkeit

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Erste Testergebnisse
Insgesamt 16 Tuberkulose-Fälle sind an der Hoga-Schule in Dresden aufgetreten – Der Massentest an den Schülern dauert an.

Mindestens 12 weitere Schüler der Hoga-Schule in Dresden haben sich mit Tuberkulose (Tbc) infiziert. Das geht aus den ersten Testergebnissen von 82 Blutproben hervor. Bislang wurde rund 200 Schülern Blut abgenommen, die Tests laufen weiter.

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