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Lokales Trophys & Trophäen: Große MZ-Ausstellung im Verkehrsmuseum Dresden
Dresden Lokales Trophys & Trophäen: Große MZ-Ausstellung im Verkehrsmuseum Dresden
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17:00 11.02.2017
Sie waren die Motorräder der DDR, Exportschlager und robuste Alltagsbegleiter – Zweitakter der Marke MZ. Das Verkehrsmuseum zeigt eine Auswahl der Gefährte. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

In der historischen Bilanz von 40 Jahren DDR ist die Anzahl der echten Erfolgsgeschichten nicht sehr üppig. Aber eine gehört ohne jeden Zweifel zu dieser bescheidenen Phalanx. Es ist die der Motorradmarke MZ. Den Zschopauern gelang es in 60 Jahren Firmengeschichte, sich einen legendären Ruf auf den Straßen sowie den Renn- und Enduropisten durch ihre hervorragenden Konstruktionen zu erarbeiten.

Das Verkehrsmuseum Dresden nimmt dies zum Anlass, in der am Freitag eröffneten und bis zum 6.August gezeigten Sonderausstellung „Trophys & Trophäen. MZ-Motorräder aus Sachsen 1952-2005“ die Kette der Erfolge Revue passieren zu lassen.

Die Sonderausstellung im Verkehrsmuseum zeigt auch Teile eines Motorrads des VEB Motorradwerke Zschopau. Quelle: dpa-Zentralbild

Sie waren Motorräder der DDR, Exportschlager und robuste Alltagsbegleiter. Unter der Marke MZ feierten die gefragten, aus der DKW-Tradition in die Nachkriegswelt herübergekommenen Zweitakter einst große Erfolge und eroberten die Straßen der Welt. Zwischen 1957 und 1973 war MZ die führende deutsche Marke im Motorradrennsport der Hubraumklassen 125 ccm, 250 ccm und 350 ccm. Allein in den 1960er Jahren gewann das Enduro-Team der DDR auf MZ sechsmal die legendären Six Days, die bis heute schwerste Motorradsportprüfung der Welt. Harald Sturm, vierfacher Europameister, erinnert sich: „Anfangs wurden wir belächelt, wenn wir mit unseren bescheidenen Barkas-B 1000-Kleintransportern im Fahrerlager anrückten. Wir waren die von drüben. Im Folgejahr sprachen die Fahrer von Honda und Yamaha respektvoll von ihren härtesten Konkurrenten, die jetzt einträfen. Jetzt wird’s Ernst, hörten wir dann deren Kommentare.“

Verkehrsmuseum Dresden, Augustusstraße 1, 01067 Dresden; Tel.: 0351-8644-0; Sonderausstellung „Trophy & Trophäen. MZ-Motorräder aus Sachsen von 1952-2005“ vom 10. Februar bis zum 6. August 2017; von „mz-schlager, eine zweitakt-revue des veb motorradwerk zschopau“ Eurohttp://www.verkehrsmuseum-dresden.de/de/oeffnungszeiten-preise.html

In der DDR gehörte das Warten auf die ersehnte MZ zum Motorradfahrer-Alltag. Wer sie besaß, hegte und pflegte sie. Im Westen waren sie im Neckermann-Katalog gelistet. Heute laufen in Deutschland noch etwa 80 000 MZ. Die meisten MZ aber sind auf Cubas Straßen unterwegs. Sie kamen einst mit den Gastarbeitern auf die Insel. Auch im Stadtbild Dresdens zu Hause waren die schmucken MZ-Polizeikräder, von denen die Ausstellung mehrere Varianten zeigt. In der Ausstellung beeindruckt die breite Produktpalette. Sie zeigt 35 Serienmotorräder, Rennmaschinen und Gespanne, aber auch Sondermodelle aus dem Staatsdienst. Das wird ergänzt durch umfangreiches Bildmaterial, Filme über die Geschichte von DKW und MZ sowie historische Dokumente. Unter den Exponaten befinden sich auch eine äußerst selten gezeigte ISCH Typ 49 von 1954, eines der meistgebauten Motorräder der Sowjetunion. Sie wurden von DKW-Meistern und -Ingenieuren auf Fertigungsanlagen der Zschopauer Werke gebaut, die 1945 als Reparationsleistungen in die Motorenfabrik Izhewsk am Ural gingen.

Anlass für die Ausstellung sind zwei Jubiläen: Vor 95 Jahren wurde bei DKW in Zschopau das erste motorisierte Zweirad der Welt, das „Reichsfahrtmodell“ gebaut. Schließlich wurde vor reichlich 60 Jahren der Markenname MZ aus der Taufe gehoben.

Von Peter Weckbrodt

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