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Trennungsfall landet in Dresden vor dem Strafrichter

Prozess Trennungsfall landet in Dresden vor dem Strafrichter

Trennungen sind häufig unangenehm: Manchmal werden sie sogar zum Thema vor dem Strafrichter. In Dresden muss sich jetzt ein 30-jähriger Mann vor Gericht wegen des Vorwurfs der Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung und Hausfriedensbruchs verantworten.

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Quelle: dpa

Dresden . Das Ende einer längeren Beziehung ist nie sehr angenehm, da wird oft gestritten, gelegentlich sehr schmutzige Wäsche gewaschen, manche landen vor dem Scheidungsrichter und einige sogar vor dem Strafrichter – so wie Florian P. Er musste sich am Donnerstag wegen des Vorwurfs der Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung und Hausfriedensbruchs am Amtsgericht verantworten. Er soll seine Freundin und danach deren neuen Freund böse verprügelt, ihm die Wohnung und ihr das Auto demoliert haben. Zudem warf ihm die Staatsanwaltschaft noch vor, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter um rund 1500 Euro geprellt zu haben.

In seiner Beziehung zu Jana M. kriselte es schon einige Zeit. An einem Septemberabend 2016 entschlossen sich beide, es noch einmal miteinander zu versuchen. Die junge Frau verließ nach der Versöhnung jedoch die gemeinsame Wohnung, um eine Freundin zu besuchen. Dem Angeklagten kam das seltsam vor, er fuhr ihr nach, bemerkte dann ihr Auto vor einem Dresdner Haus, ging rein, drückte die Tür auf und fand dort seine nackte Freundin in den Armen eines völlig verdutzten Nebenbuhlers. „Ich bin ausgerastet. Sie hat Schindluder mit mir getrieben. Ich war völlig außer mir. Ich habe geschrien und ihn geschlagen“, erzählte Florian P. Aus Wut zertrat er noch die Wohnzimmertür und die Scheibe des Kamins.

Am nächsten Abend lockte Florian P. die 25-Jährige, unter dem Vorwand, die Sache zu klären, zum Haus seiner Eltern, in einen Ort bei Nossen, fing sie auf der Straße ab, schlug auf sie ein, verpasste ihr Kopfstöße, hinderte sie am wegfahren und demolierte ihren Skoda. Er trat die Frontscheibe ein, riss die Hupe aus dem Lenkrad und schlug eine Seitenscheibe ein. Zwei Stunden dauerte die Attacke. So recht erinnern kann er sich an diese Prügelei nicht. Er habe geschubst, aber nicht geprügelt, sagte er. Allerdings zeigen Fotos von ihr deutliche Verletzungen. „Die muss sie sich geholt haben, als sie sich auf den Boden warf. Das machte sie häufig, sie hatte immer mal blaue Flecken“, wiegelte er ab.

Dass der 30-Jährige sauer war, dass sie ihn betrogen hatte, kann kein Grund sein, auf jeden einzuprügeln. Das fand auch das Gericht. Florian P., der einige Vorstrafen hat, wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er kündigte an, in Berufung zu gehen.

Von Monika Löffler

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