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Lokales Trauer im Zoo Dresden: Leistenkrokodil Max ist tot
Dresden Lokales Trauer im Zoo Dresden: Leistenkrokodil Max ist tot
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20:55 09.09.2015
Leistenkrokodil Max ist am Montag gestorben. Quelle: Zoo Dresden

Damit der Tod des Tieres wirklich zweifelsfrei festgestellt werden konnte, musste die Reaktion der Augen und das Schmerzempfinden geprüft werden. Der Puls lässt sich bei einem Krokodil nicht fühlen.

Das Ableben des kapitalen Reptils kam nicht unerwartet. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es unter anderem mit den Folgen einer Verletzung des rechten Fußes zu kämpfen. Das fast fünf Meter lange und 400 Kilo schwere Tier bewegte sich nur noch wenig und schaffte es kaum, sich aus dem Wasser zu schleppen. Woran Max schlussendlich  gestorben ist, bleibt unklar. Eine Obduktion am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin soll in den kommenden Tagen Gewissheit bringen.

Die Tierärzte des Zoos hatten bis zuletzt vieles getan, um Max wieder auf seine vier kurzen Beine zu bringen. Reptilienexperten reisten nach Dresden. Anfang Juni wurde das Tier unter Narkose gesetzt, um eine Magenspiegelung durchzuführen und Max zu röntgen –  allerdings ohne Ergebnis.

„Die Entzündungswerte waren bei der letzten Blutentnahme Anfang Juni hoch. Zuerst hatten wir einen Niereninsuffizienz als Krankheitsursache im Verdacht. Das hat sich nicht bestätigt“, sagt Tierärztin Eva Ziemssen.

Pfleger Michael Scheffer steht am leeren Gehege des Krokodils. Quelle: Hauke Heuer
Zuletzt hatte es noch Hoffnung gegeben: Max wollte wieder fressen. Mehrere Meerschweinchen hatte er verspeist. Doch dann – vor etwa einer Woche – verweigerte er erneut die Nahrungsaufnahme. Vielleicht ist das Krokodil einfach an Altersschwäche gestorben: „Krokodile können 70 bis 100 Jahre alt werden. Einen gesicherten Beweis dafür gibt es allerdings nicht. Max hat ein stolzes Alter erreicht“, findet Ziemssen.

Den Großteil seines Lebens verbrachte Max im Dresdner Zoo. 1958 kam er aus Berlin nach Sachsen. Das Jungtier war damals erst einen halben Meter lang und rund zwei Jahre alt. Wo Max geboren wurde – im Berliner Zoo oder in Südostasien, wo diese Art beheimatet ist – lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. „Dieser Tod ist genauso schade wie der jedes anderen Tieres. Aber Max war alleine durch sein hohes Alter über Generationen hinweg bekannt“, würdigt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena seinen verstorbenen Publikumsliebling.

Michael Scheffert, der Pfleger von Max , wirkt durch den Tod des Krokodils sichtbar angegriffen. „Ich habe Max seit den Beginn meiner Lehre im Jahr 1994 gekannt. Natürlich geht mir der Tod nahe“, sagt er. Bald könnte er einen neuen Schützling bekommen. Der Zoo prüft die Anschaffung eines oder mehrerer Krokodile. Eine konkrete Entscheidung ist noch nicht getroffen.

fs

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