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Trauer-Gottesdienst für Busopfer in Dresden

Busunglück auf der Autobahn 9 Trauer-Gottesdienst für Busopfer in Dresden

Am Sonnabendnachmittag haben Vertreter der sächsischen Kirchen und des Freistaats mit Angehörigen den Opfern des Busunglücks auf der A9 am vergangenen Montag gedacht. In der Unterkirche der Frauenkirche eröffnete um 14.30 Uhr der Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt die ökumenische Andacht.

Mit einer ökumenischen Andacht wird am heutigen Sonnabend in der Dresdner Frauenkirche der Opfer des schweren Busunglücks auf der Autobahn 9 gedacht.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Am Sonnabendnachmittag haben Vertreter der sächsischen Kirchen und des Freistaats mit Angehörigen den Opfern des Busunglücks auf der A9 am vergangenen Montag gedacht. In der Unterkirche der Frauenkirche eröffnete um 14.30 Uhr der Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt die ökumenische Andacht. Kerzen standen um das Taufbecken, eine junge Frau hielt Herzluftballons in ihrer Hand, als Feydt in seiner Begrüßungsansprache den Einsatzkräften vor Ort dankte und die Wichtigkeit der deutschlandweiten Anteilnahme am Leid der Angehörigen und Verletzten betonte. „Es tut gut, so viel Mitgefühl in der Bevölkerung zu spüren“, sagte Feydt.

Nach schwerem Busunfall: Trauerandacht in Frauenkirche

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Tatsächlich war der Andrang zur Andacht groß. Nachträglich wurden Stühle bereitgestellt, um auch Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, die zwar keinen Angehörigen verloren haben aber dennoch ihr Mitgefühl bekunden wollten.

Nach einem Wechselgebet mit der Gemeinde entzündete der Generalsuperintendant der evangelischen Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz (EKBO) eine Kerze in Gedenken an die Verstorbenen. Es folgten Vertreter der sächsischen Polizei, der Feuerwehr, desm Seelsorgeteams Sachsen sowie der Dekan des Bistums Dresden-Meißen, Klemens Ullmann und der evangelische Landesbischof Carsten Rentzing. Sie alle gedachten zusammen mit den Trauergästen auch den Verletzten, die die Andacht im Fernsehen verfolgen konnten, den unter schrecklichen Bildern leidenden Einsatzkräften, die bei dem Unfall auf der A9 nahe dem oberfränkischen Münchberg vor Ort waren sowie allen Unfallopfern im Straßenverkehr.

„Lass die Verstorbenen ein neues Zuhause finden"

„Niemand ist für Tragödien wie diese vorbereitet“, sprach Rentzing in seiner Predigt zu den Andachtsgästen. „Besonders zu Ferienbeginn erschüttert uns das Unglück“. Der Landesbischof ermahnte die Zuhörer ihren Pflichten nachzukommen, sich rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu verhalten und Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen. „In der Stunde schweren Unglücks spricht aber nicht das Schicksal das letzte Wort. In der Dunkelheit der Trauer leuchtet das Mitgefühl der Menschen als helles Licht, das das Gute im Menschen zum Vorschein bringt“, versuchte Rentzing Trost zu spenden.

Nach einer besinnlichen Klavier- und Violindarbietung begann der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) das Fürbittengebet. „Ob wir glauben oder nicht – es ist gut, dass wir in Sachsen gemeinsam beten. Wir wollen Christus unsere Bitte anvertrauen: Lass die Verstorbenen ein neues Zuhause finden“.

Zum Abschluss hatten die Andachtsgäste die Möglichkeit Kerzen für die Menschen anzuzünden, die ihnen in den schweren vergangenen Tagen zur Seite standen. Daran beteiligte sich auch der Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der neben Tillich in der ersten Reihe an der ökumenischen Trauerandacht teilnahm.

Noch immer sind die genauen Umstände des Busunglücks auf der A9 ungeklärt. Der Reisebus eines Unternehmens aus Löbau fuhr am Stauende auf einen Sattelschlepper auf und fing sofort Feuer. 18 der insgesamt 48 Insassen starben in den Flammen, die übrigen Fahrgäste sind teilweise lebensgefährlich verletzt worden. Am frühen Montagmorgen war der Reisebus in Weißwasser in der Oberlausitz gestartet. Vorwiegend Senioren waren auf dem Weg in den Urlaub in das norditalienische Trient. Auch am Dresdner Hauptbahnhof waren Fahrgäste zugestiegen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Der Berliner Unfallforscher Siegfried Brockmann vermutet, dass der Bus schon vor der Kollision in Flammen gestanden haben könnte.

Von Tomke Giedigkeit

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