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Lokales Transatlantische Chip-Botschafter
Dresden Lokales Transatlantische Chip-Botschafter
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18:24 09.09.2015

Details könne sie aber noch nicht nennen.

Zudem wollen der sächsische High- tech-Verband "Silicon Saxony", Fraunhofer-Institute und weitere Dresdner Partner einen ständigen "Mikroelektronik-Botschafter" installieren, der den Kontakt zum Nano-Collage in Albany und den dortigen 450-mm-Projekten hält. Auch über ein Büro des französischen "Leti"-Elektronikinstituts in Dresden wird verhandelt.

Ein Hintergrund der verstärkten Vernetzungsbemühungen auf sächsischer Seite: Seit einiger Zeit ist Dresden - trotz seiner zentralen Rolle in der europäischen Mikroelektronik - in den Fördermittelrunden der EU vergleichsweise leer ausgegangen. So bekam der Standort in der ersten Tranche der neuen EU-Mikroelektronik-Strategie nur ein Prozent der Gelder zugesprochen. Dies liege vor allem daran, dass die nötige nationale Kofinanzierung zu gering sei, erläuterte Generaldirektor Andreas Wild vom zentralen Fördermittelvergabe-Unternehmen ENIAC. So habe die Dresdner Mikroelektronik in der jüngsten Förderperiode des ENIAC nur 6,2 Millionen Euro erhalten, weil es keine Kofinanzierung vom Bund gab.

In Frankreich hingegen, wo Premier Jean-Marc Ayrault (Sozialisten) erst vor einem Monat rund 600 Millionen Euro für die nationale Initiative "Nano2017" locker machte, bekamen Leti, ST Microelectronics und andere Partner 337,5 Millionen EU-Euro von ENIAC - weil der französische Staat dort 44 Millionen Euro drauflegte.

Diese Zurückhaltung des Bundes ist sächsischen Politikern schon lange ein Dorn im Auge. Sie dringen in Berlin auf ein stärkeres finanzielles Engagement für die Schlüsseltechnologie Mikroelektronik, die die Wettbewerbsfähigkeit großer Teile der deutschen Wirtschaft mitentscheide - seien es Autoindustrie, Luftfahrt oder Telekommunikation. "Wenn man aber sieht, dass Mitarbeiter im Bundesforschungsministerium ,Wafer' immer noch mit ,V' schreiben, bleibt wohl noch viel zu tun", sagte Tillich.

@Mehr Infos: computer-oiger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2013

Heiko Weckbrodt

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