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Lokales Totschlag in der "Huschhalle": 36-Jähriger muss mehr als neun Jahre ins Gefängnis
Dresden Lokales Totschlag in der "Huschhalle": 36-Jähriger muss mehr als neun Jahre ins Gefängnis
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18:34 09.10.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
Dresden

Mehr als ein Jahr nach dem Tod eines Mannes in Dresden ist ein 36-Jähriger wegen Totschlags zu neun Jahren und vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht verfügte am Dienstag zudem die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der arbeitslose Klempner den 62-Jährigen am Abend des 1. August 2017 in dem als "Huschhalle" bekannten Imbiss im Stadtteil Löbtau schlug und trat - gegen Kopf, Körper, Genitalien. Der Ungar starb an akutem Herzversagen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Vorsitzende Richter Herbert Pröls sprach von einer „ganz massiven entfesselten Gewaltorgie“. Der Angeklagte habe an dem Mann seinen Frust über den erneuten Auszug seiner Freundin abreagiert. Körperlich überlegen, müsse er sein Opfer mindestens 30 bis 90 Sekunden gewürgt haben, sagte Pröls unter Verweis auf die Rechtsmedizin. Der Mann erlitt einen Kreislaufzusammenbruch.

Als das Opfer leblos und mit gebrochenen Rippen am Boden lag, machte der Angeklagte weiter, sagte Pröls. Davon zeugten auch Abdrücke von Schuhsohlen am Kopf. „Dieser Mensch war Ihnen gleichgültig“, sagte er. Der Angeklagte verfolgte die Urteilsbegründung teils mit Kopfschütteln. Die Leiche des Mannes war noch in der Nacht in der Toilette des Trinkertreffs gefunden worden.

dpa

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