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Torun Eriksen gastierte mit gefühlvollen Liedern in der Scheune

Torun Eriksen gastierte mit gefühlvollen Liedern in der Scheune

Die Scheune war nicht eben schlecht besucht, aber man hätte sich nach der mehrjährigen Dresden-Abstinenz der Norwegerin Torun Eriksen durchaus noch mehr Gäste vorstellen können.

Erneut hat sich die 35-jährige Stimmschönheit aus dem hohen Norden Europas in die Herzen des Publikums hinein gesungen und die Leute in der Scheune auch mit den charmanten Ansagen bezirzt. Gefühlige Lieder hat sie da aus ihren jüngsten Alben ausgewählt, meist kleine "Stories", wie sie sie nannte, die vornehmlich vom Thema Liebe handelten. Durchaus distanzvoll und mit Witz behandelt die Sängerin und Songschreiberin ihre Geschichtchen, die selbst bei großen Gefühlen noch nordisch kühl blieben; sich also nicht einschmeichelten, sondern mit dem Gespür für das richtige Maßhalten eindrucksvoll überzeugten.

Mehr als in den meist hübschen Texten war es der musikalische Purismus, der nachhaltig gefiel. Eriksen ist keine Krachmacherin, noch beim dramatischen Ausbrechen bleibt ihre Stimme klar und dezent. Auf die Spitze getrieben wird das in einem Gänsehaut-Duo mit ihrem vorzüglichen Bassisten Kjetil Dalland: "I Love A Man". Aber auch, wo sie aus ihrer "Passage"-CD zitiert, wird die Konzentration auf das Wesentliche spürbar und geht unter die Haut. Tiefe Gefühle, die sich in musikalischer Klangsprache spiegeln, selbst wenn es darin mitunter um Traurigkeit geht.

Dass die Frau und ihre Bandmitglieder, zu denen ferner David Wallumrod an den Tasteninstrumenten sowie Andreas Bye an den Drums zählen, auch Power haben, steht außer Frage. Im Blues wird geradezu gerockt, das steckt an und lässt die zunehmend herzlich gefeierten Gäste aus Norwegen nicht ohne Zugaben aus der Scheune. Ein gelungenes Mitsingen krönt das dennoch viel zu kurze Konzert. Bleibt die Hoffnung, dass Torun Eriksen ihre Dresdner Fans nicht wieder jahrelang warten lässt. Wer aber grad auf den Geschmack gekommen ist: Am 28. April gastiert Rebekka Bakken in der Lukaskirche. Das kann eine Ergänzung des Scheune-Acts von Torun Eriksen sein, es lohnt sich aber auch der direkte Vergleich. Denn beide immer wieder miteinander (und obendrein mit Silje Nergaard) verglichenen Damen haben durchaus Eigenständigkeit.

Pianoklänge und Brasil-Jazz in der Tonne

Am heutigen Sonnabend lädt der Jazzclub Tonne, Königstraße 15, ab 21 Uhr zur Unit Night ein. Zu Gast sind die brasilianische Jazzband Pedra Preta und der Schweizer Pianist Yannick Délez. Die Eintrittskarten für das Doppelkonzert kosten an der Abendkasse 16 Euro, ermäßigt 13 Euro. Sie können online unter www.jazzclubtonne.de reserviert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.04.2012

Aldo Lindhorst DNN

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