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Lokales Todesecke an der Bautzner Straße in Dresden wird entschärft
Dresden Lokales Todesecke an der Bautzner Straße in Dresden wird entschärft
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08:44 22.08.2016
Ein weißes Fahrrad an der Kreuzung Bautzner/Rothenburger Straße erinnert an die Radlerin, die von einem Lastwagen angefahren und tödlich verletzt wurde. Quelle: Archiv/H. Heuer
DRESDEN

Ein halbes Jahr ist vergangen, seit in der Neustadt eine 26-jährige Radfahrerin von einem Beton-Lkw erfasst worden ist. Die junge Frau lag nach dem Unfall auf der Bautzner Straße unter dem Laster. Eine Dreiviertelstunde lang versuchte der Notarzt, sie wiederzubeleben. Erfolglos. Die 26-Jährige starb.

Ihr Tod löste eine heftige Debatte auf. Über die Gefahr, in der Radfahrer genau an dieser Ecke in der Neustadt sind. Über Straßenplanungen in Dresden und die Frage, ob der Tod der 26-Jährigen mit einer anderen Verkehrsführung an der Ecke Bautzner Straße/Rothenburger Straße vermeidbar gewesen wäre.

Das wäre er, waren die Kritiker sofort überzeugt und verwiesen auf die Tatsache, dass der „Radweg“ auf der anderen Seite der Kreuzung endet. 2013 war dieses Stück „Bautzner“ erneuert worden, der Radstreifen neben der Autofahrbahn führt genau bis zur Ecke an der Rothenburger Straße. Bis etwa zehn Meter vor die Stelle, an der die Frau von dem Laster erfasst wurde, weil es zu eng war für sie und den Lkw auf der Fahrbahn neben der Bordsteinkante.

Nun steht fest: Ab dem 4. Oktober soll die Ecke umgebaut werden. Genau so, dass dort künftig mehr Platz ist. So, dass Radfahrer nicht auf die Autofahrbahn gezwungen werden, sondern geradeaus über die Kreuzung und dann in die sogenannte „Kleine Bautzner“ fahren können. Dazu sah sich die Stadtverwaltung nach dem tödlichen Unfall gezwungen. Der große Mast, an dem gleich neben dem Buchladen an der Ecke der Fahrdraht für die Straßenbahnen abgespannt ist, an dem Lampen und Ampeln hängen, soll versetzt werden. Er rückt zwei Meter näher an die Häuserfront heran. Dann folgt die Bordsteinkante. Auch sie rückt zwei Meter näher an die Häuserfront heran. „Im Einfahrtsbereich wird der Bord ohne Anschlag ausgebildet“, erklärt das Straßen- und Tiefbauamt den Verlauf direkt an der Zufahrt zur „Kleinen Bautzner“. Die Arbeiten dauern drei Wochen lang und kosten 150 000 Euro, so die Stadt auf DNN-Anfrage. Im Augenblick wird die Bauausführung geplant, dann soll der Auftrag vergeben werden. Die Verkehrsbetriebe gehen davon aus, dass sie einen Tag lang den Straßenbahnverkehr an der Ecke einstellen müssen, um die Verspannungen für den Fahrdraht vom alten Mast an den neuen zu montieren.

Die Umbauarbeiten nehmen Neuerungen vorweg, die eigentlich im Zusammenhang mit der Sanierung der „Bautzner“ zwischen der Rothenburger Straße und der Glacisstraße geplant waren. Dieser Umbau soll voraussichtlich 2017 stattfinden. Dabei ist unter anderem ein separater Radweg in Richtung Albertplatz zwischen der Autofahrbahn und den Bäumen an der „Kleinen Bautzner“ geplant.

Von Christoph Springer

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