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Lokales Thiele bezieht nach schwerem Unfall Position – Radspurproblematik auf der St. Petersburger Straße
Dresden Lokales Thiele bezieht nach schwerem Unfall Position – Radspurproblematik auf der St. Petersburger Straße
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16:00 06.09.2018
„Aktionistische Forderungen aus der Schublade werden der Komplexität der verkehrlichen Beziehungen im Dresdner Stadtzentrum nicht gerecht“, erklärt der CDU-Stadtrat Gunter Thiele. Quelle: Archiv
Dresden

Am 13. August wurde eine Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall auf der St. Petersburger Straße schwer verletzt. Daraufhin veröffentlichte der ADFC (Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V) zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern auf dieser viel befahrenen Trasse. Der Vorschlag sah unter anderem die komplette Beseitigung der zahlreichen beidseitig angeordneten PKW-Parkplätze vor. Grund: Das 45-jährige Unfallopfer fuhr auf dem Schutzstreifen gegen eine sich plötzlich öffnende Fahrertür eines parkenden Wagens und wurde sie auf die Fahrbahn geschleudert. Die Frau zog sich lebensbedrohliche Verletzungen zu.

„Auch ich sehe Bedarf für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern auf der St. Petersburger Straße“, so Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion. Einer Trennung der Radspur vom Autoverkehr stehe er nicht „kategorisch ablehnend“ gegenüber. Den Wegfall der Parkflächen lehne er trotzdem ab. „Mir ist wichtig, dass sich eine – womöglich sogar bauliche -Veränderung der Verkehrssituation auf dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung nicht nachteilig auf den ruhenden Verkehr auswirkt“, so Gunter Thiele.

Auf die Parkplätze könne man vor allem mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Stadtquartiers nicht verzichten. Gemeint sind hier das neue Verwaltungszentrum Ferdinandplatz oder die geplanten Neubauten in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes im Zuge der Nachverdichtung. Thiele warnt vor „aktionistischen Forderungen aus der Schublade“. „Wir brauchen eine Lösung, welche die Interessen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt und einer nachhaltigen Stadt- und Verkehrsentwicklung entspricht“, fordert der CDU-Stadtrat. „Eine Trennung von Rad-und Autoverkehr ist nach meiner Auffassung sinnvoll und nur zwischen den Straßenbahngleisen und dem Parkstreifen möglich“, schätzt Thiele. Ob dadurch die Aufmerksamkeit, das Verkehrsverhalten von Beifahrern und die Sicherheit von Fahrradfahrern wirklich verbessert werden, bleibe zu untersuchen.

Von Carolin Seyffert

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