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Lokales Teurer Mietvertrag spart Millionen
Dresden Lokales Teurer Mietvertrag spart Millionen
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07:30 02.07.2018
Der Mietvertrag für das Bürogebäude „Pirnaisches Tor“ wird um siebeneinhalb Jahre verlängert. Quelle: TLG
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Dresden

Angekündigt worden war es schon lange, nun sind die Verträge auch unterschrieben: Die TLG Immobilien AG und die Landeshauptstadt Dresden setzen das Mietverhältnis im Bürohaus „Pirnaisches Tor“ an der Gruaer Straße die nächsten siebeneinhalb Jahre fort. Die Stadtverwaltung mietet in dem markanten Gebäude 18 000 Quadratmeter Bürofläche und zahlt rund 11,6 Millionen Euro Miete über die Vertragslaufzeit. Mietbeginn ist der 1. Juli 2018, teilte TLG-Sprecher Christoph Wilhelm mit.

Der ursprüngliche Mietvertrag wäre im Sommer 2019 ausgelaufen. Die TLG Immobilien wollte die Mietzeit wegen der technischen Gesamtsituation des 1971 errichteten Gebäudes nicht verlängern. Das hätte die Verwaltung vor enorme Probleme gestellt: 450 Mitarbeiter hätten in Bürocontainer an zwei verschiedenen Standorten im Stadtgebiet umziehen müssen.

Mit dem neuen Mietvertrag kann das Personal bis zur geplanten Fertigstellung des neuen Technischen Rathauses am Ferdinandplatz 2025 in dem Bürogebäude bleiben. Obwohl die Miete auf ein „marktübliches Niveau“ erhöht wurde, wie Wilhelm erklärte, spart die Stadt rund 19 Millionen Euro im Vergleich zur Unterbringung in Containern, teilte die Verwaltung mit.

„Wir haben Planungs- und Handlungssicherheit und können den Bau unseres neuen Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz konzentriert vorbereiten. Die privaten Interessen des Vermieters und unsere städtischen Interessen an einer Übergangslösung konnten wir in Übereinstimmung bringen. Ich danke allen Beteiligten für diese sehr gute Lösung“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Die TLG werde ihr Investitionsvorhaben verschieben, so die Verwaltung. Das Unternehmen für Gewerbeimmobilien hatte einen Abriss des Gebäudes und einen anschließenden Neubau ins Auge gefasst. Spekulationen, an der Stelle werde ein Wohnquartier entstehen, erklärte Wilhelm eine Absage: „Wir befassen uns ausschließlich mit Gewerbeobjekten“, bekräftigte er.

Für die TLG lohnt sich das Geschäft auf jeden Fall: Auf seiner Internetpräsenz weist das Unternehmen den Wert des Gebäudes mit 10,9 Millionen Euro aus. Die TLG Immobilien hatte 2011 der Verwaltung angeboten, das frühere Robotron-Atrium an der St. Petersburger Straße zum Technischen Rathaus umzubauen. Nach DNN-Informationen investierte das Unternehmen rund eine Million Euro in die Pläne, denen der Stadtrat nach langer Debatte schließlich eine Absage erteilte.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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