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Lokales Testnetz für Mobilfunk der Zukunft soll in Dresden entstehen - Vodafone-Chef setzt auf Dresdner Prof. Fettweis
Dresden Lokales Testnetz für Mobilfunk der Zukunft soll in Dresden entstehen - Vodafone-Chef setzt auf Dresdner Prof. Fettweis
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17:45 09.09.2015
Quelle: dpa

Das bestätigte Eric Kuisch, der Technikchef von Vodafone Deutschland, am Rande der „5G Lab“-Eröffnung an der TU Dresden.„Dresden ist mit Testumgebungen für neue Mobilfunkstandards schon heute sehr gut ausgestattet, daher realisieren wir hier auch viele Testprojekte“, sagte Kuisch. Insofern sei es naheliegend, auch für den Mobilfunk der fünften Generation („5G“) hier ein Testnetz zu installieren. Er verwies auf die engen und guten Forschungskooperationen zwischen dem Unternehmen und dem TU-Vodafone-Lehrstuhl von Professor Gerhard Fettweis, die in den vergangenen 20 Jahren bereits zu vielen Entwicklungserfolgen geführt haben (DNN berichteten).

In dem 5G-Pilotnetz wollen die Vodafone-Entwickler und die Forscher um Fettweis neue Anwendungsszenarien für Mobilfunk erproben: zum Beispiel, ob und wie 5G eingesetzt werden kann, um Roboter, Maschinen und Produkte in hochautomatisierten Fabriken drahtlos zu vernetzen, oder um Autos in Zukunft per Funk so zu koppeln, dass kaum noch Unfälle passieren. Prof. Fettweis rechnet damit, dass all diese Projekte samt Testnetz mit einem finanziellen Aufwand im zweistelligen Millionenbereich in Dresden verbunden sein werden. Zudem versucht derzeit ein Konsortium, erhebliche Mittel aus dem ECSEL-Förderprogramm der EU zu akquirieren, um Dresden als eine von fünf Kommunen europaweit zu einer Cybercity für den Stadtverkehr der Zukunft auszubauen – möglicherweise lassen sich dann beide Projekte miteinander verbinden.

Neben diesen Szenarien für Straßenverkehr und Industrie rechnet Kuisch aber auch mit einem unmittelbaren Nutzen für Otto-Normalverbraucher, wenn der 5G-Funk in etwa sechs bis acht Jahren marktreif wird. „5G wird unser Leben einfacher und bequemer machen“, ist er überzeugt. „Wenn durch diesen neuen Mobilfunk alles mit allem vernetzt ist, kann man zum Beispiel ins Büro fahren, von dort aus überprüfen, ob alle Fenster verschlossen sind, wie die Heizung läuft oder überwachen, welche Fernsehprogramme die Kinder daheim anschauen“, sagt er.

„5G“ wird als Nachfolger für die heutigen Mobilfunkstandards „HSDPA“ (3G) und „LTE“ (4G) gehandelt. Er soll nicht nur schnellere Downloads und

bessere Videokonferenzen per Computertelefon ermöglichen, sondern auch so vielseitig und reaktionsschnell sein, dass Echtzeit-Verbindungen zwischen Hunderten oder gar Tausenden Geräten ohne spürbare Verzögerungen und über große Distanzen möglich werden. Forscher und Wirtschaft hoffen, damit zum Beispiel Robotik, intelligente Verkehrsleitsysteme, Telemedizin und Fern-Unterricht zu beflügeln.

hw

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