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Lokales Testlauf: Ein zusätzlicher Radweg auf dem Blauen Wunder
Dresden Lokales Testlauf: Ein zusätzlicher Radweg auf dem Blauen Wunder
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17:25 20.10.2016
Freiwillige Fahrradfahrer testeten den provisorischen Radweg am Blauen Wunder. Quelle: Marie Zoe Vanherpe
Dresden

Am Donnerstag machte der Allgemeine deutsche Fahrradclub (ADFC) erneut auf die unsichere Lage von Radfahrern auf Dresdens Straßen aufmerksam. Mit der Aktion „(Keine) Verbesserung des Radverkehrs in Loschwitz“ sollte beleuchtet werden, wie gefährdend die Verkehrslage am Blauen Wunder für Fahrradfahrer ist.

Testlauf: Radweg auf dem Blauen Wunder

Um als Fahrradfahrer das Blaue Wunder in Zukunft sicherer überqueren zu können, stellten die Mitglieder des ADFC gleich die mögliche Lösung vor: das Anbringen eines Radfahrstreifens auf der Brücke. Am Donnerstag wurde ein erster Testlauf mit einem vorerst provisorisch angebrachten Fahrstreifen vollzogen.

Derzeit ist das Fahrradfahren auf dem Blauen Wunder ausschließlich auf der Hauptfahrbahn erlaubt. Wegen des starken Verkehrs kann es zu Unfällen mit Autofahrern kommen. Ein Ausweichen auf die Gehwege ist aufgrund der Gefahr für Fußgänger auch nicht möglich.

Da in Richtung Schillerplatz zwei Fahrstreifen vorhanden sind, soll hier nun die Abhilfe geschaffen werden. Die Idee ist es, einen Teil der beiden zum Schillerplatz führenden Fahrstreifen künftig für Fahrradfahrer zur Verfügung zu stellen.

Für Rolf Leonhardt, den stellvertretenden Landesvorsitzenden des ADFC, ist die Einführung eines Radwegs von enormer Relevanz. „Ich finde es äußerst wichtig mit dieser Aktion den richtigen Impuls zu setzen. An beiden Brückenköpfen befinden sich Schulen und auch für die rund 35.000 Anwohner in Loschwitz ist die Brücke der einzig schnelle Anschluss in die Innenstadt“, so Leonhardt. „Die Verkehrsunfallrate in Dresden ist sehr hoch – betroffen sind davon vorwiegend Fahrradfahrer. Darum sollte man sich darum kümmern, sich für sichere Rad- und Schulwege einzusetzen“, so Leonhardt weiter.

Die Brücke wurde für die Aktion etwa eine Viertelstunde abgesperrt und der geplante Fahrradweg wurde mit roter Folie provisorisch dargelegt. Diesen konnten dann freiwillige Fahrradfahrer zur Probe befahren.

Die Rückmeldungen der Fahrradfahrer waren durchgehend positiv und auch Leonhardt ist zufrieden mit der Aktion. „Die Bereitstellung eines Fahrradweges in dieser Gefahrenzone ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Schon 2002 kam es zu einem einstimmig entschiedenen Stadtratsbeschluss, hier Radanlagen einzurichten. Doch bisher hat sich immer noch nichts getan“, erklärt Leonhardt. Der Beschluss ist nun fast 15 Jahre alt. Anfang 2016 sollte dann mit einem Ergebnis gerechnet werden. Doch zu einem Radweg kam es bislang nicht. Aber Rolf Leonhardt ist guter Dinge: „Am Freitag soll das Radverkehrskonzept durchgearbeitet werden und da hat die Einführung eines Radwegs am Blauen Wunder die Priorität Nummer Eins.“

Von Marie Zoe Vanherpe

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