Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Telefone erweitern mit Dresdner Chip die Realität
Dresden Lokales Telefone erweitern mit Dresdner Chip die Realität
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 13.01.2017
Quelle: PR
Anzeige
Dresden

Der taiwanesische Elektronikkonzern Asus setzt spezielle 3D-Kamerachips aus Dresden ein, damit sein Smartphone „Zenfone AR“ erweiterte Realitäten („Augmented Reality“ = „AR“) erzeugen kann. Den dafür eingesetzten Bildsensorchip „REAL3“ stellt die Infineon-Fabrik in der sächsischen Landeshauptstadt her, wie das Unternehmen mitteilte. Dadurch kann das Zenfone beispielsweise geplante Möbel in ein Wohnzimmer projizieren, damit der Nutzer schon vor dem Kauf sehen kann, ob der neue Tisch oder Stuhl dort hineinpasst.

„Der 3D-Bildsensor im mobilen Endgerät ermöglicht das dreidimensionale Abbild der Umwelt in einer Bildqualität, die beeindruckend realistisch ist“, schätzte Martin Gotschlich ein, der die 3D-Bildverarbeitungssparte bei Infineon Technologies verantwortet. „Er schafft die Voraussetzung für AR-Anwendungen und Innovationen, die in dieser Form bisher nicht möglich waren.“

Um Räume und Objekte dreidimensional auszumessen, setzt der Infineon-Bildsensor die sogenannte „Time-of-Flight“-Technik (ToF) ein. Dabei sendet das Computertelefon Wärmestrahlen im Infrarot-Bereich zum jeweiligen Objekt und misst mit hoher Präzision, wie lange das unsichtbare Licht zum Objekt und wieder zurück braucht. Ähnlich funktionieren auch moderne 3D-Lasermesssysteme – diese sind aber viel zu groß und energiehungrig, um in ein Smartphone zu passen. Der REAL3-Kamerachip hingegen lasse sehr dünne Smartphone-Bauformen zu und belaste den Telefon-Akku mit nur 150 Milliwatt im Praxisbetrieb, betonte Infineon.

Der deutsche Mikrolektronik-Konzern hatte den REAL3 gemeinsam mit der Pmdtechnologies AG aus Siegen entwickelt. Um die 3D-Bildsensorchips herzustellen, setzen die Dresdner ein besonderes Produktionsverfahren ein, das auf die ToF-Messtechnik optimiert ist. Dabei ist die Montage von winzigen Mikrolinsen in den Sensor direkt in de Produktionsprozess im Chipwerk integriert.

Die Bildsensoren nutzen einen Standard-Silizium-Fertigungsprozess, auf den spezielle Prozessschritte für die Mikrolinsen-Technologie aufgesetzt sind. Dabei bekommt in einem speziellen Herstellungsverfahren jeder der etwa 40 000 Bildpunkte eine eigene Mikrolinse von wenigen Tausendstel Millimeter Größe. Sie erhöht die Empfindlichkeit der Bildpunkte, so dass höhere Reichweiten erzielt werden können und der Stromverbrauch des Kamerasystems sinkt.

„Im Laufe des Jahres“ soll das Smartphone in den Handel kommen, hieß es von Infineon.

Von DNN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Fluch und Segen – das ist der frühe Termin für die „SachsenKrad“. Kann die zum 23. Mal in der Messe Dresden organisierte Schau als erste Motorradmesse traditionell mit einer Reihe von Deutschlandpremieren aufwarten, könnte die winterlicher Witterung in diesem Jahr den Ausstellern einen Strich durch die Rechnung machen.

13.01.2017

Kommende Woche bietet Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die erste Bürgersprechstunde im neuen Jahr an. Interessierte können sich ab sofort monatlich über Fragen und Probleme mit dem Dresdner Stadtoberhaupt austauschen.

13.01.2017

Marie und Emil konnten sich als beliebteste Vornamen der Dresdner durchsetzen. Marie steht damit erneut an der Spitze der Mädchennamen. Bei den Jungen schlägt Emil den Vorjahressieger Paul. Insgesamt kamen nach Angaben des Dresdner Standesamtes mehr als 8500 Kinder auf die Welt.

13.01.2017
Anzeige