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Teil-Rettung des Waldspielplatzes stößt auf geteiltes Echo in Dresden

Soziales Teil-Rettung des Waldspielplatzes stößt auf geteiltes Echo in Dresden

Die Teilrettung des Waldspielplatzes in der Dresdner Heide ist auch auf geteiltes Echo gestoßen. Neben der Freude über den grundsätzlichen Erhalt, mischte sich auch Enttäuschung über den absehbaren Wegfall der pädagogischen Betreuung in die Reaktionen.

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Quelle: dpa

Dresden. Die Teil-Rettung des Waldspielplatzes findet ein geteiltes Echo. Wie berichtet, soll ab 2019 das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtgrün die Anlagen in der Dresdner Heide übernehmen. Das Grünflächenamt ist für alle öffentlichen Spielplätze in der Stadt zuständig. Damit entfällt jedoch die bisherige pädagogische Betreuung auf dem Waldspielplatz. Der gegenwärtige Träger, das Jugendsozialwerk Nordhausen, hatte dafür zwei Mitarbeiterinnen beschäftigt. Weil der Platz aber zum großen Teil von Kindern genutzt wird, die nicht in den Altersbereich der Jugendhilfe gehören, soll das Angebot nicht mehr allein aus Jugendhilfegeldern gefördert werden. Nach früheren, vergeblichen Versuchen war es jetzt auf Drängen des Jugendhilfeausschusses dem Jugendamt doch gelungen, für die Finanzierung das Grünflächenamt mit ins Boot zu holen.

Kritik an geplantem Einsatz von Fördergeldern

Carsten Schöne vom Wohlfahrtsverband „Der Paritätische“ begrüßte zwar das von Jugendamtsleiter Claus Lippmann am Donnerstagabend vorgestellte Konzept zum Erhalt des Spielplatzes (DNN berichteten). Der Wegfall der pädagogischen Betreuung sei jedoch „sehr bedauerlich“. Die beiden Fachkräfte hätten das bei den Dresdnern beliebte Angebot wesentlich mitgeprägt. Die Mitarbeiterinnen hatten sich in den vergangenen Monaten auch vehement für den Erhalt des Spielplatzes eingesetzt. Eine Internet-Petition fand tausende Unterstützer. Jetzt läuft die Förderung jedoch Ende August aus. Der Jugendhilfeausschuss stellte nur noch einen Teil der Gelder bereit. Im Jägerpark soll dafür ein neues Jugendhilfe-Angebot geschaffen werden. Der bisherige Träger des Waldspielplatzes, der auch für den Jägerpark vorgesehen war, erklärte jedoch seinen Rückzug. Er dürfte durch das langwierige Gezerre und die zu geringe Personalausstattung verärgert sein, weil er für Jägerpark und Waldspielplatz mit vier Vollzeitstellen gerechnet hatte. Schöne lehnte es zudem energisch ab, dass Gelder aus der Jugendhilfeförderung genutzt werden sollen, um Planungen für den Ausbau des Waldspielplatzes durch das Grünflächenamt zu finanzieren.

Grüne gibt pädagogische Betreuung noch nicht ganz auf

Auch Tina Siebeneicher von den Stadtrats-Grünen, die sich für den Erhalt des Waldspielplatzes engagiert hatte, äußerte sich differenziert. Es handele sich ja zunächst um einen Vorschlag, bislang liege auch noch kein detailliertes Konzept der Verwaltung vor. Prinzipiell sei es ein gutes Signal, dass sich etwas bewegt und auch eine Erweiterung des Spielplatzes vorgesehen sei. Siebeneicher will sich jedoch im Jugendhilfeausschuss zunächst noch darstellen lassen, wofür die dafür von der Stadt geschätzten Gelder von 250 000 Euro eingesetzt werden sollen. Dabei sei auch von Bedeutung, für welche Altersgruppe das Grünflächenamt die Anlage ausbauen will. Im Zuge des Interessenbekundungsverfahrens für freie Träger, die das neue Jugendhilfeangebot am Jägerpark übernehmen wollen, könnte dann auch diskutiert werden, ob und in welcher Form die pädagogische Betreuung auf dem Waldspielplatz erhalten werden kann.

Von Ingolf Pleil

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