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Tausende schwitzen in Dresden für das Deutsche Sportabzeichen

Sportabzeichentag Tausende schwitzen in Dresden für das Deutsche Sportabzeichen

Mehr als 3000 Kinder und Jugendliche sowie viele Erwachsene haben sich am Dienstag an den Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen beteiligt. Sie trotzten im Stadion an der Bodenbacher Straße dem heißen Wetter. Mit dabei waren auch mehrere sehr bekannte Athleten.

Seilspringen mit Danny Ecker: Die beiden Zehnjährigen Ivén (l.) und Mia (r.) von der 77. Grundschule hatten am Dienstag Spaß beim Ablegen des Deutschen Sportabzeichens im Stadion an der Bodenbacher Straße in Dresden.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Schon morgens knallte die Sonne unerbärmlich auf den Sportplatz an der Bodenbacher Straße. Doch mehr als 3000 Kinder und Jugendliche konnte das am Dienstagvormittag nicht davon abhalten, am Sportabzeichentag teilzunehmen, um das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Ganze Klassen aus 30 Dresdner Schulen hatten sich angemeldet. Und nachmittags schwitzten dann noch mal hunderte Erwachsene. Für Erfrischung sorgten vor allem die Wasserdusche der Dresdner Feuerwehr sowie kostenlose Getränke bei Ruhepausen im Schatten. Ob Kugelstoßen, Weitsprung oder Sprint – gefragt waren vor allem leichtathletische Disziplinen. In einem vielfältigen Rahmenprogramm konnten sich Interessierte aber auch unter anderem im Torwandschießen, Tamburello, Klettern, Kleinfeldtennis und Baseball ausprobieren.

Im Mittelpunkt standen diesmal die Themen Inklusion und Integration. „Junge Menschen mit Behinderung brauchen gute Angebote, im Team mit dabeizusein und mit gesunden Mitschülern gemeinsam Sport zu treiben. Und den Menschen, die aus anderen Kulturen zu uns gekommen sind, geben wir das Angebot, gemeinsam Sport zu treiben und sich für unsere Grundwerte Fairness und Toleranz einzusetzen“, sagte Lars-Detlef Kluger, Präsident des Stadtsportbundes (SSB).

Und viele nutzten die Chance. Schon ab 8 Uhr herrschte Hochbetrieb an den 13 Prüfstationen im Stadion neben der Margon-Arena. „Ein wunderschönes Bild, die vielen Menschen zu sehen, die die Sportanlage mit Leben füllen. Wir wollen die Stadt bewegungsfreundlicher und –freudiger machen“, erklärte Dresdens Sportbürgermeister Dr. Peter Lames (SPD). Für Dresden sei wichtig, sich im bundesweiten Vergleich auch als Sportstadt zu präsentieren. Seit 2013 gibt es den Sportabzeichentag in der Stadt, zum dritten Mal machte dabei der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf seiner Tour Station in Dresden. Ex-Eiskunstläufer Robin Szolkowy, der als Ehrengast den DOSB repräsentierte, freute sich: „Als ich das Stadion und die vielen dynamischen Kinder und Jugendlichen sah, hab ich mich sofort zurückversetzt gefühlt und dachte an meine Anfänge, wie ich damals über eine Hochsprungstange gesprungen bin oder mich im Sprint versucht habe.“ Als Sportler wisse er um seine Möglichkeiten als Vorbild für Kinder und Jugendliche.

Mit Danny Ecker und Frank Busemann waren auch zwei sehr erfolgreiche deutsche Leichtathleten als Sportbotschafter mit dabei. Nachdem Busemann, Olympia-Zweiter 1996 im Zehnkampf, den Eröffnungslauf für sich entschied, gewann der deutsche Stabhochsprung-Rekordhalter in der Halle (6,00 m, 2001) einen Promiwettbewerb im Zielwerfen mit Basketball und Frisbee sowie beim Medizinballweitwurf. Dabei stifteten SSB und Ostsächsische Sparkasse für jeden erzielten Meter 2,50 Euro. So kamen 1226 Euro zusammen, die an den Sächsischen Bergsteigerbund fließen, der das Geld in neue Klettergriffe investieren möchte.

Von Stefan Schramm

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