Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Tausende Kinder in Dresden von Warnstreik betroffen
Dresden Lokales Tausende Kinder in Dresden von Warnstreik betroffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 13.04.2018
Vom Streik betroffen: Der Kindergarten Knirpsenwiese in Dresden. Quelle: Anja Schneider
Anzeige
Dresden

Der Streik im öffentlichen Dienst ist in den Dresdner Kindertagesstätten intensiv angelaufen. Am Freitagmorgen gegen 7 Uhr meldete die Stadtverwaltung insgesamt mehr als 63 Kitas, die streikbedingt geschlossen sind. Weitere mehr als 80 Kitas waren durch den Streik beeinträchtigt und konnte nur begrenzte Öffnungszeiten und Kapazitäten anbieten.

Lediglich 37 Kitas waren nach den Angaben der Stadt ohne wesentliche Einschränkungen geöffnet, bei einem kleineren Teil davon war die Situation nicht bekannt. Bereits am Vortag hatte der Sprecher des Kita-Eigenbetriebs Marco Fiedler erklärt, es seien tausende Kinder vom Streik betroffen.

Eltern gut vorbereitet

Am Freitagvormittag wollte er genauen Zahlen noch nicht vorgreifen. „Nach unserem subjektiven Eindruck zahlen sich die gute Vorbereitung und frühzeitige Kommunikation allerdings aus, die Eltern wirken an der Service-Hotline gut informiert und reagieren durchaus verständnisvoll“, konstatierte der Sprecher.

Viele Eltern hätten scheinbar eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren können. „Das hilft denjenigen Eltern, die heute dringend auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind. Über die Hotline können noch Notbetreuungsplätze vermittelt werden“, sagte Fiedler.

Druck auf Verhandlungsrunde

Für heute haben die Gewerkschaften Verdi und GEW zu Warnstreiks unter anderem in Kindereinrichtungen in Dresden und Freital aufgerufen. Sie wollen damit nochmals Druck auf die dritte und vorerst letzte geplante Verhandlungsrunde um 15. und 16. April für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes machen.

Arbeitgeber wollen teilweise Kürzung

Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn, aber mindestens 200 Euro mehr monatlich. Von der Arbeitgeberseite gibt es bislang kein Angebot. Für Sparkassenmitarbeiter diskutiert die Arbeitgeberseite sogar Einkommenseinbußen.

Demonstration durch die Stadt

Am späten Vormittag startete gegen 10.30 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt, die am Rathaus gegen 12 Uhr in eine Kundgebung münden soll. Aufgrund der großen Streikbeteiligung ist mit entsprechenden Einschränkungen für den Verkehr zu rechnen. Verdi-Bezirksgeschäftsführer Frank Fischer richtete zum Auftakt am Volkshaus seine Worte an gut 1500 Teilnehmern aus Dresden und Ostsachsen. Teilnehmer aus Gegenden westlich von Dresden steckten auf der Autobahn im Stau.

Stadt informiert am Telefon

Die Stadt hatte im Vorfeld der Streiks an die Eltern appelliert, für ihre Kinder nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten zu suchen. Die Stadt informiert unter www.dresden.de/kitas-streik über die Situation in den rund 180 städtischen Kitas. Informationen zur Öffnung oder Schließung gibt es auch an der Hotline der Stadt unter (0351) 488 51 11. Die Einrichtungen von freien Trägern sind nicht in den Aufruf der Gewerkschaften einbezogen.

Von Ingolf Pleil

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

An der Hamburger Straße investiert das Land zehn Millionen Euro. Doch für die Einrichtung fehlt bislang die rechtliche Grundlage.

13.04.2018
Lokales Kreisverband Dresden - Cornelius tritt in die FDP ein

2014 war er noch Mitglied der AfD, seit wenigen Tagen ist der FDP-Mitglied: Stadtrat Detlev Cornelius hatte 2015 wegen des Rechtsrucks die AfD verlassen und sich 2016 der FDP-Fraktion angeschlossen. Jetzt ist er auch in die Partei eingetreten.

12.04.2018

Frauenmangel bei der Dresdner SPD: Nur 23 Prozent der Sozialdemokraten sind weiblich. Unterbezirksvorsitzender Richard Kaniewski braucht neue Frauen an seiner Seite. Seine Stellvertreterinnen kandidieren am Sonnabend auf dem Parteitag nicht für eine Wiederwahl.

13.04.2018
Anzeige