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Lokales Tatjana Festerling wird Pegida-Oberbürgermeister-Kandidatin für Dresden
Dresden Lokales Tatjana Festerling wird Pegida-Oberbürgermeister-Kandidatin für Dresden
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23:41 09.09.2015
Tatjana Festerling Quelle: dpa

Am 7. Juni wählen die Dresdner ihr neues Stadtoberhaupt. Bereits bei einer Pegida-Veranstaltung im März in Chemnitz war versehentlich bekannt geworden, dass die ehemalige Hamburger AfD-Bezirkskandidatin antreten soll.

Festerling, die zunächst aufgefallen war, weil sie einst eine Kundgebung „Hooligans gegen Salafisten“ in Köln gelobt hatte und  in Dresden schon davon träumte, die Mauer wieder aufbauen zu wollen, widersprach damals gegenüber DNN-Online: „Das war ein Missverständnis und bezog sich auf Gerüchte im Internet. Vor Ort wurde die Behauptung umgehend klargestellt. Erst am 6. April wird Lutz Bachmann in Dresden den offiziellen OB-Kandidaten vorstellen“, so Festerling im Telefonat damals. Am Ostermontag berichtete Bachmann, dass Festerling damals schon eine von nur zwei möglichen Kandidaten war.

An der Pegida-Kundgebung am Ostermontag samt Demo beteiligten sich nach ersten Schätzungen rund 6000 Menschen. Die Polizei meldete am frphen Abend 7100 Teilnehmer, Pegida selbst wollte 14.000 gezählt haben. Aus ganz Deutschland waren Teilnehmer dafür angereist. Proteste gegen Pegida gab es dieses Mal keine. Die Organisatoren der Postplatzkonzerte und alle anderen Gruppen hatten aus Respekt vor den Osterfeiertagen darauf ausdrücklich verzichtet. Und wollen sich auf den kommenden Montag konzentrieren.

Am 13. April soll der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders in Dresden bei Bachmanns selbst ernannten „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) sprechen. Bis zu 30.000 Teilnehmer erhoffen die sich von dem Besuch - wie zu Hochzeiten, auch wenn sich zuletzt immer weniger Menschen dem montäglichen „Abendspaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt anschlossen.

Für die Polizei wird es ein weiterer Großeinsatz. Wilders, dessen Partei Die Freiheit in letzter Zeit nur noch von früheren Erfolgen träumen kann, steht in den Niederlanden seit 2004 wegen islamfeindlicher Äußerungen unter Polizeischutz. Er sieht im Islam eine „kranke Ideologie“ und vergleicht den Koran mit Hitlers „Mein Kampf“.

DNN/dpa

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