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Lokales Tarifeinigung kostet DVB etwa vier bis fünf Millionen Euro mehr
Dresden Lokales Tarifeinigung kostet DVB etwa vier bis fünf Millionen Euro mehr
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18:04 03.05.2018
Sollte es keine Einigung geben, hatte Verdi mit Streiks bei Bussen und Bahnen gedroht. „Wir konnten verhärtete Fronten im Unternehmen vermeiden“, sagt DVB-Personalvorstand Lars Seiffert. Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
Dresden

„Der Abschluss ist gerechtfertigt, aber teuer“, sagt Lars Seiffert, Vorstand für Betrieb und Personal bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) über die mit der Gewerkschaft Verdi gefasste Tarifeinigung. Bei den DVB hatte man laut Seiffert mit einer moderaten Tarifsteigerung gerechnet, das Ergebnis liegt nun etwa vier bis fünf Millionen Euro über der Kalkulation. „Dafür müssen wir jetzt mehr Tickets verkaufen“, sagt Seiffert kämpferisch. Man wolle an einigen Schrauben im Unternehmen drehen, etwa im Vertrieb. Ebenso betont der Personalvorstand: „Es ist richtig, dass es eine Entwicklung für unserer Beschäftigten gegeben hat. Sie leisten eine sehr gute Arbeit und die muss belohnt werden.“

Personalvorstand Lars Seiffert begrüßt die Tarifeinigung als „gerecht, aber teuer“. Quelle: DVB

Verdi hatte am Mittwoch nach neun Stunden Verhandlung dem Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbands zugestimmt. Das letzte Wort sprechen aber noch die Gewerkschaftsmitglieder in einer bis Ende des Monats laufenden Befragung. Knackpunkte der Einigung: eine stufenweise Lohnerhöhung um 7,34 Prozent und wenigstens 180 Euro, eine Einmalzahlung von 250 Euro und die schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit von 40 auf 39 Stunden.

Gerade letzteres sieht Seiffert kritisch. „Das kommt zur falschen Zeit“, sagt er. Die Verkehrsbetriebe haben vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Vollbeschäftigung in Dresden schon jetzt viel zu tun, altersmäßige Abgänge zu ersetzen. Die Stundenreduzierung verschärft die Lage. Bei etwa 2000 Beschäftigten im Unternehmen macht sie rein rechnerisch etwa 50 fehlende Arbeitskräfte aus. Andererseits verbessert eine höher Entlohnung die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Sicher ist: Durch Fahrpreiserhöhungen können die Mehrausgaben nicht hereingeholt werden. Zwar hat der Verkehrsverbund Oberelbe die nächste Erhöhung ab August schon beschlossen. Die Preise bleiben anschließend jedoch bis 2020 stabil, so die Regelung. Die DVB bekommen derzeit etwa 20 Prozent ihrer Betriebs- und Personalkosten über die Technischen Werke von der Drewag zugeschossen. Nach der Tarifeinigung ist es möglich, dass sich dieser Anteil erhöht.

Von Uwe Hofmann

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