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Lokales Tanzlehrerin Sabine Lax bringt zum Semperopernball die Debütanten auf Kurs
Dresden Lokales Tanzlehrerin Sabine Lax bringt zum Semperopernball die Debütanten auf Kurs
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17:25 09.09.2015
Gerade Haltung: Sabine Lax trainiert Stefan Missbach und Leontine Link. Quelle: Dietrich Flechtner
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An ihrer Seite sind Tanzpartner Stefan Missbach und Tanzlehrerin Sabine Lax. "Die Teilnahme am Ball war schon lange mein großer Wunsch, einmal wie eine Prinzessin ein Kleid zu tragen und in der Oper zu tanzen", schwärmt die Schülerin.

Die Aufregung und das Trainingspensum bis zur Erfüllung dieses Traums waren groß. Viermal pro Woche trainierte das junge Paar, beide 16 Jahre alt, in der Tanzschule Lax in Dresden-Bühlau. In der letzten Woche vor dem Ball standen drei Trainingstage gemeinsam mit allen Debütanten auf dem Programm, um die Schritte für den Walzer aus Tschaikowskys "Dornröschen" zu lernen.

Amateure sind Leontine und Stefan aber nicht. Bereits mit 12 bzw. 13 Jahren haben sie als Hobbytänzer begonnen, inzwischen nehmen sie an Turnieren teil. "Wir haben beide vorher im Bereich Eiskunstlauf trainiert, ich musste dann aber aus schulischen Gründen mit diesem Sport aufhören", erzählt Leontine. Da aber die Liebe zur Bewegung und zum Rhythmus ungebrochen waren, entschied sie sich, bei der Tanzschule einzusteigen. Ihrem Partner Stefan ging es ähnlich. Inzwischen tanzt das ehrgeizige Paar in der C-Klasse und träumt von einem Aufstieg in die S-Klasse. Sowohl die dafür nötigen fünf Standard- als auch die fünf Lateintänze haben sie im Repertoire. "Andere Jugendliche in unserem Alter gehen abends in den Club und tanzen dort, ich bin lieber hier in der Tanzschule", schmunzelt Leontine. Tanzsport und Schule unter einen Hut zu bekommen, erfordert jede Menge Selbstdisziplin von den beiden Teenagern. Shoppingbummel oder Eisessen mit Freunden müssen oft ausfallen. Ihr Training absolvieren die beiden nun meistens mit Chefin Sabine Lax persönlich.

Die ist in Sachen Semperopernball ein "alter Hase". Schon seit dem allerersten Ball 2006 ist das Ehepaar Lax im Team mit dabei und kümmert sich um die Choreographien. "Hans-Joachim Frey kam auf uns zu und fragte, ob wir Lust hätten, mitzumachen. Und natürlich hatten wir Lust", erinnert sich die Tanzlehrerin. Am Anfang sei es noch ein wenig chaotisch gewesen, es gab noch keine einheitlichen Krönchen und Kleider. Das änderte sich aber nach dem 2. Ball mit Uwe Herrmann als festen Designer. Schon kurz nach einem erfolgreich absolvierten Ball beginnt die Arbeit für das nächste Event. "Herr Frey schlägt uns immer einzelne Musikstücke vor und wir überlegen uns dann die Schrittfolgen. Die muss sowohl für blutige Anfänger als auch für Turniertänzer zu stemmen sein", berichtet Sabine Lax über die Anforderungen.

Heute herrscht bei den ehemaligen Turniertänzern erfahrungsgemäß der Ausnahmezustand, berichtet die Tanzschulchefin. "Wir haben den Erfolg nicht mehr selbst in der Hand, sondern müssen uns auf unsere Schäfchen verlassen", so Lax. Erst nach einem geglückten Auftritt kommt das Genießen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.01.2015

Julia Vollmer

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