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Lokales Tag des offenen Denkmals: Interessante Einblicke für Neugierige
Dresden Lokales Tag des offenen Denkmals: Interessante Einblicke für Neugierige
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20:30 09.09.2015
Es hat sich schon viel getan am Chinesischen Pavillon auf dem Weißen Hirsch, fertig saniert ist er noch nicht. Zum Tag des offenen Denkmals gibt es Gelegenheit, das einzige noch erhaltene originale Gebäude aus dem kaiserlichen China in Deutschland zu besichtigen und auch mit Malte von Bargen ins Gespräch zu kommen. Quelle: Dietrich Flechtner
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Von Catrin Steinbach

Am Sonntag, dem 9. September, findet der "Tag des offenen Denkmals" statt. Die Stadt Dresden beteiligt sich an der bundesweiten Aktion zum 20. Mal. Im Mittelpunkt steht diesmal der Werkstoff Holz als ältester Baustoff der Menschheit. Etwa 40 Objekte und mehrere Führungen und Rundgänge laden ein, sich auf den "Holzweg" zu begeben. Das Besondere an diesem Tag ist, dass man geschichtsträchtige Gebäude besichtigen kann, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind bzw. dass man eigentlich bekannte Gebäude mal von einer anderen Seite kennenlernt.

Erstmals gibt es zur Eröffnung des "Tages des offenen Denkmals" eine Veranstaltung für die ganze Familie: und zwar bereits am Sonnabend, dem 8. September, von 15.30 bis 19.30 Uhr. Eintritt frei. In dieser Zeit soll in den Chinesischen Pavillon auf dem Weißen Hirsch, Bautzner Landstraße 17a, wieder für ein paar Stunden Leben einziehen. Es gibt Führungen und kreative Angebote für Kinder und Erwachsene rund um den Werkstoff Holz. Handwerker, Kunsthandwerker und die Jugendkunstschule sind mit von der Partie. Auch für ein Imbissangebot ist gesorgt.

Ab 18 Uhr spielt - je nach Wetter im Pavillon oder im Garten - die Dresdner Band "Jazzlounge". Und natürlich kann man sich über den Baufortschritt im Chinesischen Pavillon informieren. Dieser ist etwas ganz Besonderes und lohnt - auch wenn noch einiges zu tun ist - einen Besuch.

Bei dem Chinesischen Pavillon handelt es sich um "das einzige noch erhaltene originale Gebäude aus dem kaiserlichen China in Deutschland", betont Manfred Wiemer. Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz Dresden. "Der Pavillon wurde in Shanghai gefertigt, in Einzelteilen nach Deutschland verschifft und 1911 in Dresden zur 1. Internationalen Hygieneausstellung als Ausstellungspavillon der Chinesischen Regierung errichtet."

Seitdem hat das zum überwiegenden Teil aus Holz bestehende Bauwerk eine wechselvolle Geschichte erlebt, diente als Lesecafé, Trinkkurhalle und Gaststätte. 1997 brannte der Pavillon aus. Seit 2005 kümmert sich ein Verein um den Wiederaufbau des Bauwerkes, das laut Gerhard Glaser, Sächsischer Landeskonservator i.R., von "außergewöhnlichem geschichtlichen, hohem architektonischen und auch von städtebaulichem Wert" ist.

"Ziel ist, aus dem Chinesischen Pavillon eine deutsch-chinesische Begegnungsstätte zu machen, die für Konzerte, Vorträge, Ausstellungen u. a. genutzt wird", so Dr. Malte von Bargen, Vorsitzender des Vereins "Chinesischer Pavillon zu Dresden e.V.". Seinen Worten zufolge gibt es bereits gute Kontakte u.a. zum Chinesischen Kulturzentrum nach Berlin. Doch baulich ist noch viel zu tun. Und dafür ist Geld nötig, das der Verein emsig versucht von Sponsoren einzuwerben. "Bei der Sanierung des Sockelgeschosses sind wir auf unerwartete Schwierigkeiten, das heißt enorme Wasserschäden gestoßen. Jetzt sind unsere Mittel weitgehend erschöpft", seufzt der Vereinschef. "Um den Pavillon so fertigzustellen, dass wir von der Bauaufsicht eine Genehmigung für den Betrieb bekommen, brauchen wir wenigstens noch 200 000 Euro. Das Dreifache dieser Summe haben wir bereits verbaut."

Liebe Leser!

Am Freitag finden Sie in Ihrer DNN zwei Sonderseiten zum "Tag des offenen Denkmals", auf denen wir für Sie die beteiligten Objekte und die Veranstaltungen nicht nur in Dresden, sondern auch in der Region von Meißen über Bautzen, die Sächsische Schweiz bis nach Altenberg auflisten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2012

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