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Lokales TV-Doku zum Dresdner Gedenken auf Phoenix
Dresden Lokales TV-Doku zum Dresdner Gedenken auf Phoenix
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20:39 09.09.2015
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Wie sich dieses katastrophale Ereignis noch heute auf die Gesellschaft auswirkt, das zeigt die 90 Minuten lange Dokumentation "Come together" auf Phoenix an diesem Sonnabend. Seit der Wende haben sich vor allem rechtsextreme Gruppen des Themas bedient, um sich in die Mitte der Gesellschaft zu stellen.

Der Umgang mit den Kriegsgräueln jedenfalls ist ein Streitthema nicht nur auf den Straßen der sächsischen Landeshauptstadt. Über vier Jahre hat die Autorin Barbara Lubich diese Situation dokumentiert: auf Veranstaltungen und in Gesprächen unter anderem mit Initiatoren der DDR-Friedensbewegung, NPD-Abgeordneten, Vertretern der jüdischen Gemeinde und Politikern.

Archivaufnahmen, etwa vom englischen Holocaustleugner David Irving, werden in der Produktion ebenfalls gezeigt. Der Film, der auf jegliche Kommentare seitens der Macher verzichtet, lief vor einem Jahr im Kino.

"Es gab Kritik, weil wir den Neonazis angeblich unkommentiert zu viel Raum gegeben hätten", erinnert sich die Autorin. "Aber wir halten das Publikum für intelligent genug, um zu erkennen, wie sich die Rechtsextremen in ihren Äußerungen selbst demontieren. Und das tun sie."

Barbara Lubich ergänzt: "Das Bombardement von Dresden hat eine weltweite Erinnerungskultur geschaffen, mit den unterschiedlichsten Deutungen. Aus den Erfahrungen heraus, die wir bei den Dreharbeiten gemacht haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Versöhnung mit der Vergangenheit nur individuell möglich ist."

Sonnabend, 22.30 Uhr, Phoenix: Come together. Dresden und der 13. Februar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.02.2014

dpa

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