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Lokales Superman mit Cochlea-Implantat
Dresden Lokales Superman mit Cochlea-Implantat
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09:57 14.06.2018
Der neunjährige Lucas trägt ein Cochlea-Implantat. Auf seinem preisverdächtigen Bild hat er sich als Superman in Szene gesetzt. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Lucas Schwalm ist ein rasender Superman – zumindest in seiner Imagination und auf einem Bild, das jetzt im Uniklinikum Dresden ausgestellt ist. Der Neunjährige hat zusammen mit anderen Kindern und Jugendlichen, die ein Cochlea-Implantat im Ohr haben, fotografische Selbstporträts geknipst. Die Werke sind aktuell in der Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst“ im Haus 11 der Uniklinik zu sehen.

Die 17 Teilnehmer im Alter von sechs bis 18 Jahren haben die Fotos mit ungewöhnlicher Perspektive während eines Sommercamps entwickelt. Die tauben Kinder, die an der Uniklinik ein Cochlea-Implantat bekommen haben, sollten sich dabei mit ihrer eigenen Identität auseinandersetzen. Der von Geburt an taube Lucas erhielt die Hörhilfe für beide Ohren bereits im Alter von neun Monaten. „Das Cochlea-Implantat ist eine der erfolgreichsten Innovationen der Medizintechnik, welche Patienten mit schweren Hörstörungen erlaubt, wieder aktiv am gesellschaftlichem Leben teilzunehmen“, sagt Thomas Zahnert, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde am Uniklinikum. Mit Hilfe von speziellen Therapeuten müssen die taub geborenen Kinder das Hören erst erlernen.

Im Ferienlager können die Therapeuten den Umgang der Kinder und Jugendlichen mit dem Implantat im Alltag beobachten und feststellen, wo sie noch Unterstützung benötigen oder ob der Prozessor im Implantat richtig eingestellt ist. „Für Lucas ist es beispielsweise schwierig in lauten Umgebungen einzelne Stimmen zu hören“, berichtet seine Mutter Monika Schwalm. Der neunjährige besucht eine Förderschule in Leipzig, da dort die Klassen kleiner sind.

Von Tomke Giedigkeit

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