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Südpol-Forscher erstaunen ihr junges Publikum

Kinder-Universität Dresden Südpol-Forscher erstaunen ihr junges Publikum

540 Schüler besetzten den Hörsaal 3 der TU Dresden als Zuhörer der Vorlesung „Warum gibt es am Südpol so viel Eis?“. Doktor Martin Horwath, Professor für planetare Geodäsie und sein wissenschaftlichen Mitarbeiter Doktor Mirko Scheinert faszinierten die Kinder mit ihren Erfahrungsberichten am kältesten Ort der Welt.

Fast 500 wissbegierige Nachwuchs-Forscher waren ins Hörsaalzentrum der TU-Dresden gekommen.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. „Warum gibt es am Südpol so viel Eis?“ – Um dieses Thema drehte sich die dritte Kinderuni-Vorlesung dieses Wintersemesters am 7. November. Die 45-minütige Veranstaltung fand diesmal nicht im Hygienemuseum, sondern im Hörsaalzentrums der Technischen Universität an der Bergstraße 64 statt. Der Ansturm war enorm groß und würde sicherlich die Anwesenheitsquote einiger Studiengänge der TU Dresden übertreffen. Etwa 540 Kinder versammelten sich auf 600 freien Plätzen im Hörsaal 3. Dort lauschten sie gespannt den Berichten von Doktor Martin Horwath, Professor für planetare Geodäsie und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Doktor Mirko Scheinert, über deren Forschungsreise zum Südpol.

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45-minütige Vorlesung im Hörsaalzentrum

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Wie üblich am Juniorcampus, erklärten die Dozenten das Thema kindgerecht und bezogen ihr Publikum aktiv mit ein. So sollten die Schüler etwa raten, warum es an den beiden Polen so kalt ist und welche Tiere dort wohl leben. Dabei lieferten die Kleinen kreative Antworten und Vorschläge. Die beiden Forscher erzählten ihrem neugierigen Publikum, dass der Kontinent am Südpol größer als Europa ist und die Eisschollen manchmal dicker sind, als der etwa 6 Meter große Hörsaal hoch ist. Sehr erfreut waren die Schüler über die Nahaufnahmen von Robben und Babypinguinen. Zudem wurde deutlich gemacht, wie notwendig die richtige Ausrüstung sei, da es am Südpol nur etwa alle 300 Kilometer eine feste Station gäbe, und wie man trotz Schneestürmen und dichtem Nebel sein Zelt sicher aufbaut.

Die Kinder, deren Wissen während der Vorlesung auf die Probe gestellt wurde, meldeten sich fleißig und trommelten bei Zustimmung begeistert auf den Tisch. Sie lernten viel über den Eisschild, der das Gebirge des Südpol-Kontinents mit einer zwei bis 400 Meter dicken Schicht überzieht, und Satelliten, die die Dicke und den Abfluss des Eises in Richtung Meer messen würden. Die Geodäten, die schon zwanzig Mal am Nord- und Südpol geforscht haben, zeigten auch die notwendige, wetterfeste Kleidung und ließen zum Abschluss Freiwillige selber einmal die flauschige, sogenannte „Teddy-Unterwäsche“ anprobieren. Für die Kinderuni können sich pro Semester etwa 500 Kinder bewerben. Die nächste Veranstaltung findet am 21. November erneut im Hörsaal 3 statt und lautet „Mit dem Cello unterwegs von New York nach Dresden“.

Von Katharina Jakob

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