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Lokales Suche nach Alternative für Globus gescheitert
Dresden Lokales Suche nach Alternative für Globus gescheitert
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12:58 27.09.2018
Die Globus-Geschäftsführung hat laut Schmidt-Lamontain angekündigt, für den Alten Leipziger Bahnhof ein neues Konzept mit einer auf 5500 bis 6500 Quadratmeter verringerten Verkaufsfläche vorzulegen. Quelle: sl/Archiv
Dresden

Die Suche nach einem Alternativstandort für das Einzelhandelsunternehmen Globus sind im Sand verlaufen. Das teilte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt dem Stadtrat mit. Globus will auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs einen Einkaufsmarkt errichten. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit sieht das Grundstück dagegen als innerstädtische Potenzialfläche und will dort bis zu 1700 Wohnungen und Bürogebäude errichten.

Zwei Grundstücke unter Globus-Kontrolle

Allerdings ist Globus Eigentümer der Flächen. Deshalb hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit Globus ein Alternativgrundstück für den Bau eines Einkaufsmarktes zu finden. Acht Mal haben sich Vertreter der Verwaltung und Globus dazu in einer Arbeitsgruppe getroffen. Doch im August hat die Geschäftsleitung von Globus der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sie sich gegen den von der Verwaltung bevorzugten Standort ausgesprochen habe. Es handelte sich um ein Grundstück mit einer wenig optimalen Verkehrsanbindung, für das weitere rechtliche Probleme bei der Umsetzung des Vorhabens bestanden hatten.

Die Globus-Geschäftsführung hat laut Schmidt-Lamontain angekündigt, für den Alten Leipziger Bahnhof ein neues Konzept mit einer auf 5500 bis 6500 Quadratmeter verringerten Verkaufsfläche vorzulegen. Bisher war Globus von 8800 Quadratmetern ausgegangen. Globus spricht von einer städtebaulich verträglichen Lösung mit weiteren gemischten Nutzungen für das Grundstück.

Fotorundgang durch den Alten Leipziger Bahnhof

Eine kleine Dresdner Bürgerinitiative kämpft weiter beharrlich für ein Wohnviertel auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs. Am Samstag gab es einen Rundgang über das Gelände, es kamen deutlich mehr Menschen als erwartet.

Für die Stadt fatal: Globus hat sich per notariellen Vorverträgen Optionen für eine Fläche gesichert, für die vom Amt für Wirtschaftsförderung für andere gewerbliche Nutzungen vorgesehen sind. Heißt: Das Einzelhandelsunternehmen hat nun bereits zwei Grundstücke unter seiner Kontrolle, für die Stadtratsmehrheit und Stadtverwaltung andere Vorstellungen haben. Es ist nicht zu erwarten, dass sich vor der Stadtratswahl im Mai 2019 noch größtere Dinge bewegen, das Unternehmen dürfte auf andere Mehrheiten und damit verbundene andere politische Bewertungen seines Projektes spekulieren.

Schollbach: „Beide Seiten pokern.“

Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat, forderte Globus auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und konstruktiv nach einer Lösung für einen anderen Standort zu suchen. „Wir bleiben dabei: Eine großflächige Einzelhandelsansiedlung ist für die Leipziger Vorstadt eine falsche Entscheidung. Wir wollen dort Wohnen, kleinteiliges Gewerbe und Kreativnutzungen ermöglichen.“

Soll sich Globus am Alten Leipziger Bahnhof ansiedeln?

Die Suche nach einem Alternativstandort für Globus sind im Sand verlaufen. Voraussichtlich wird doch am Alten Leipziger Bahnhof gebaut.

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Linke-Fraktionsvorsitzender André Schollbach sagte gegenüber DNN, er sei insgesamt sehr gelassen. „Beide Seiten pokern. Es gibt Alternativen, das hat der Baubürgermeister aufgezeigt. Wir arbeiten darauf hin, dass es eine Lösung zur Zufriedenheit aller gibt. Ich gehe davon aus, dass man sich finden wird.“

Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Bürger erklärte, Schollbach habe fantasiert, als er im Juni im Stadtrat erklärt habe, es gebe Alternativen für Globus in Dresden. Rot-Grün-Rot habe für ein Planungschaos in der Leipziger Vorstadt gesorgt. „Wir können nur dringend dazu raten, den Gesprächsfaden mit Globus zum Standort Leipziger Vorstadt wieder aufzunehmen, denn eins war zumindest uns immer klar: Ohne den Eigentümer des wichtigsten Grundstücks im Areal geht gar nichts.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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