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Lokales Stuttgarter Genossenschaft will 40 Millionen Euro investieren
Dresden Lokales Stuttgarter Genossenschaft will 40 Millionen Euro investieren
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09:59 05.10.2015
So sollen die Wohnungen an der Heidenauer Straße aussehen. Für das Projekt am Käthe-Kollwitz-Ufer sind die Planungen noch nicht so weit. Quelle: Visualisierung: GD - Die Planer
Dresden

"Wenn alles gut läuft, können wir uns vorstellen, 2016 mit dem Bau zu beginnen", bestätigte Flüwo-Vorstand Rainer Böttcher auf DNN-Anfrage die Pläne. Zuvor sind aber noch Entscheidungen der Stadt nötig.

Nach einer Vorlage der Verwaltung, die heute erstmals im Finanzausschuss behandelt werden soll, ist für die Investition der Verkauf eines städtischen Grundstücks zwischen Kollwitz-Ufer und Florian-Geyer-Straße geplant. Die 4400-Quadratmeter-Fläche liegt elbaufwärts neben dem Pflegeheim "Am Elbufer". Das Grundstück wurde seit dem Jahr 2000 achtmal öffentlich ausgeschrieben und im Internet sowie der Expo Real in München angeboten. Kaufinteressenten hätten jedoch stets weniger geboten als den Mindestwert von 454 000 Euro. Die Flüwo will das Areal nun für 910 000 Euro kaufen, das Angebot ging im Januar bei der Stadt ein. Es entspricht laut Rathaus pro Quadratmeter einem Preis von 205,56 Euro, der immer noch deutlich über dem inzwischen auf 145 Euro pro Quadratmeter gestiegenen Bodenrichtwert liege.

Wie es bei der Stadt weiter heißt, plane die Käuferin am Sachsenplatz/Baufeld II Mietwohnungen für eine Zielgruppe mit mittlerem Einkommen. Flüwo-Sprecher Dominik Ottmar erläuterte, dass sich das Mietpreisniveau zwischen dem mittleren und dem oberen Wert des dann gültigen Mietspiegels bewegen soll. "Wobei die Wirtschaftlichkeit des Projekts stets garantiert sein muss", fügte er hinzu. Detailliertere Angaben zur Gestaltung des Baus seien beim derzeitigen Planungsstand noch nicht möglich. Generalübernehmer soll die MMZ Real Estate GmbH werden, die unter anderem als Investor in das Frieseneck am Neumarkt bekannt ist.

Wie der Sprecher sagte, verfüge die Flüwo in Dresden bislang über einen Bestand von 102 Mietwohnungen und 52 in Coswig, die in den Jahren 1994 bis 1996 gebaut worden seien. Aktuell plane die Genossenschaft ein Projekt in der Heidenauer Straße. "Hier bauen wir drei Mehrfamilienhäuser und fünf Stadtvillen mit insgesamt 67 genossenschaftlichen Mietwohnungen", erklärte Ottmar. Das Investitionsvolumen für dieses Projekt liege bei rund zwölf Millionen Euro, der Baubeginn sei für das erste Quartal 2016 geplant.

Die Genossenschaft sehe in Dresden großes Entwicklungspotenzial. Daher soll auch in Zukunft in Bestand und Neubauten investiert werden. Mit der Erweiterung des Wohnungsangebots in Dresden und Umgebung strebe die Flüwo auch eine "immobilienwirtschaftlich vernünftige Größenordnung" an, die beispielsweise die Schaffung eines Regionalbüros "für eine persönliche und kompetente Betreuung unserer Mieter vor Ort" ermöglichen soll. Alle Mieter sind auch Mitglied in der Genossenschaft. Je nach Größe der Wohnung erwerben sie Geschäftsanteile. Bei einer Wohnung bis zu 90 Quadratmetern seien dies beispielsweise elf Anteile je 160 Euro, erläuterte Ottmar. Dafür bezahlten die Mitglieder keine Kaution und auf die Anteile entfalle eine jährliche Dividende, die derzeit bei vier Prozent liege.

Die Flüwo hat mehr als 8700 Mietwohnungen und rund 9900 Mitglieder in 23 Städten in Baden-Württemberg und dem Raum Dresden. Sie ist seit 1948 am Markt, wies 2014 eine Bilanzsumme von 417,8 Millionen Euro sowie einen Jahresüberschuss von 11,8 Millionen Euro aus und hat 87 Beschäftigte.

Ingolf Pleil

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