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Lokales Studie: Dresdens kleine Firmen im Internet kaum aktiv
Dresden Lokales Studie: Dresdens kleine Firmen im Internet kaum aktiv
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09:49 06.11.2015
Dresden

87 Prozent von ihnen bewerten die Entwicklung ihrer Branche als gut - besagt die zweite Geschäftskunden-Studie der Commerzbank, die gestern vom Leiter des Geschäftskunden-Beratungszentrums der Bank, Peter Schmitz, in Dresden vorgestellt wurde. Befragt wurden von Juli bis August 2015 Kunden mit einem Jahresumsatz bis zu 2,5 Millionen Euro, von denen die Commerzbank in und um Dresden rund 20 000 betreut.

Als größtes Risiko bewerten die Befragten den Fachkräftemangel, den 33 Prozent von ihnen als bedrohlich einstufen. Es folgen steigende Lohnkosten und Angst vor Altersarmut.

Spannend: nur 16 Prozent sehen im Internet eine ernsthafte Konkurrenz für ihre Geschäftsfelder. Damit bewegen sich die Unternehmer exakt auf Bundesniveau. Dementsprechend hält nur noch die Hälfte (55 Prozent) von ihnen Investitionen in EDV, Internet oder mobile Kommunikation für wichtig. Im Vorjahr waren das noch 80 Prozent.

Dieser Rückgang spiegelt sich auch in den digitalen Aktivitäten der kleinen Firmen wider. Da sieht es nämlich regelrecht trübe aus: Nur 22 (Vorjahr: 23) Prozent der Befragten wickeln einen Großteil ihrer Geschäfte übers Netz ab, so Schmitz. Mit 55 (57) Prozent sei mehr als die Hälfte kaum online präsent, erledige höchstens ein Drittel ihrer Arbeit im Internet oder über mobile Kanäle.

Immerhin: Fast die Hälfte der Bank-Geschäftskunden (43 Prozent) offeriere zumindest mobile Angebote - hauptsächlich, um Informationen an die Kunden zu bringen (39 Prozent) oder um Termine zu vereinbaren (29 Prozent). Der Online-Einkauf ist Schmitz zufolge nur bei jedem vierten der Befragten möglich. Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, Xing oder Instagram sind nur für 25 Prozent der kleinen Dresdner Firmen ein Ort, an dem sie präsent sein wollen. Das ist bundesweit nicht anders. Ein Viertel gibt negative Erfahrungen als Grund an.

Und so geht es denn auch beim Rechnungswesen an der Elbe extrem konservativ zu: 61 Prozent der Dresdner Geschäftskunden schreiben klassisch Rechnungen, jeder Fünfte nimmt oder gibt Bargeld. Karten oder Online-Bezahlverfahren spielen mit jeweils vier Prozent eine absolut untergeordnete Rolle.

Das ist misslich für die Commerzbank, die online sehr aktiv ist. Doch auch sie baut auf das neue Bezahlverfahren Paydirekt, das Ende November starten soll. Das, erklärt Schmitz, sei sicherer als konkurrierende Bezahlkonzepte, weil es auf Zwischenhändler verzichte und direkt aufs Girokonto zugreife. Nutzer müssen sich dafür über ihr Onlinebanking anmelden. Paydirekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Banken, das den Platzhirsch Paypal bei Onlinekäufen angreifen soll. Die Zahl der angeschlossenen Shops jedoch lässt sich bislang an einer Hand abzählen.

Barbara Stock

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